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Keine Antihistaminika bei infektbedingtem Erbrechen

Unter Übelkeit leidendes Mädchen sitzt am Bett und hält sich die Hand vor den Mund

Quelle: © Daisy Daisy – stock.adobe.com

Keine Antihistaminika bei infektbedingtem Erbrechen

Fachbeitrag

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Endokrinologie und Stoffwechsel

Gastrointestinaltrakt und Ernährung

mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: pädiatrische praxis

Wie wird die akute infektiöse Gastroenteritis im Kindesalter richtig behandelt? Dieser Beitrag gibt einen praxisnahen Überblick und geht dabei auf aktuelle Leitlinienempfehlungen ein. Die Therapie basiert primär auf der oralen Rehydratation. Medikamentöse Maßnahmen sind auf wenige Indikationen beschränkt, Antihistaminika sollten nicht eingesetzt werden.

Zusammenfassung

Die Therapie der akuten infektiösen Gastroenteritis im Kindesalter basiert primär auf einer konsequenten oralen Rehydratation. Dabei sollte das Kind schluckweise oder nur löffelweise rehydriert werden. Der Einsatz einer oralen Rehydratationslösung (ORL) ist sinnvoll, um die osmotisch wirksame Rückresorption aus dem Dickdarm zu fördern.


Der Einsatz medikamentöser Maßnahmen ist auf wenige, klar definierte Indikationen beschränkt. Ondansetron kann bei ausgeprägtem Erbrechen die Durchführung der oralen Rehydratationstherapie (ORT) erleichtern. Der Einsatz ist allerdings trotz der wissenschaftlichen Evidenz off-label.


Antihistaminika sollen nicht eingesetzt werden. Es konnte bislang keine Wirkung nachgewiesen werden. Vielmehr weisen sie teilweise schwere bis lebensbedrohliche unerwünschte Wirkungen auf.

Autor: P. Gerner (Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Ortenau Klinikum, Offenburg)

Der Originalbeitrag zu diesem Thema wurde veröffentlicht in pädiatrische praxis 2026; 104 (2): 254–260.

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