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2024 gab es in Deutschland 3.583 niedergelassene Urologen

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2024 gab es in Deutschland 3.583 niedergelassene Urologen

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Erschienen in: UroForum

Der Trend ist ungebrochen: Vertragsärzte arbeiteten in Deutschland auch im vergangenen Jahr immer häufiger angestellt und in Teilzeit. Zudem steigt die Zahl der Ärztinnen. Die aktuelle Arztzahlstatistik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gibt für 2024 eine Zahl von 3.583 niedergelassenen Urologinnen und Urologen an. Seit 2015 ist die Zahl um 10,4% gestiegen.

2008 arbeiteten 2.986 Urologinnen und Urologen in der Niederlassung. Seitdem ist die Zahl kontinuierlich angestiegen, von 3.246 (2015), 3.379 (2018), 3.456 (2020), 3.511 (2021), 3.537 (2022), 3.555 (2023) auf 3.583 im vergangenen Jahr. Ein Facharztmangel ist zumindest in der Urologie bis jetzt nicht ersichtlich. Laut KBV nahmen 2024 mit insgesamt 189.551 Ärztinnen und Ärzten sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten so viele Menschen an der ambulanten Versorgung teil wie nie zuvor. Das sind 1,1 Prozent mehr als noch 2023. Gleichzeitig verstetigt sich der Trend zu flexibleren Arbeitsformen. Zwar stellen die Niedergelassenen mit eigener Praxis mit 123.752 Personen die Mehrheit. Doch sind mittlerweile mehr als 55.000 Ärzte und Psychotherapeuten angestellt, 25.056 davon in der Praxis einer Kollegin oder eines Kollegen.

2008 arbeiteten 2.986 Urologinnen und Urologen in der Niederlassung. Seitdem ist die Zahl kontinuierlich angestiegen, von 3.246 (2015), 3.379 (2018), 3.456 (2020), 3.511 (2021), 3.537 (2022), 3.555 (2023) auf 3.583 im vergangenen Jahr. (Quelle: KBV)
2008 arbeiteten 2.986 Urologinnen und Urologen in der Niederlassung. Seitdem ist die Zahl kontinuierlich angestiegen, von 3.246 (2015), 3.379 (2018), 3.456 (2020), 3.511 (2021), 3.537 (2022), 3.555 (2023) auf 3.583 im vergangenen Jahr. (Quelle: KBV)

„Noch ist Deutschland Praxenland, das zeigen die Zahlen“, kommentierte der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen die Statistik des Bundesarztregisters. „Dennoch ist auch klar: Die Ressource Arztpraxis ist kein Selbstläufer und die Ressource Arztzeit bleibt ein knappes Gut.“ Immer mehr junge Medizinerinnen und Mediziner entschieden sich für eine Arbeit in Anstellung und/oder Teilzeit. Die nächste Bundesregierung werde sich daran messen lassen müssen, inwiefern sie die inhabergeführte Praxis wieder attraktiver macht. „Ein Regieren an den Niedergelassenen vorbei, wie wir es insbesondere in der vergangenen Legislaturperiode gesehen haben, können wir uns schlicht und ergreifend nicht mehr leisten“, mahnte Gassen.

Der stellvertrende KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Stephan Hofmeister ergänzte: „Nicht nur die Zahl der ärztlichen und psychotherapeutischen Kolleginnen und Kollegen ist höher denn je. Zusammen mit den Hunderttausenden in Praxen angestellten Mitarbeitenden ist die ambulante Versorgung zahlenmäßig vergleichbar mit der Automobilindustrie. Sie ist ein echter Wirtschaftsfaktor.“ Diese Tatsache müsse endlich auch bei den politisch Verantwortlichen ankommen.

So sei es unerlässlich, dass in der nächsten Legislatur endlich die Baustellen angegangen würden, die insbesondere junge Ärztinnen und Ärzte zögern ließen, eine selbstständige Tätigkeit aufzunehmen. „Ausufernde Bürokratie und dysfunktionale Digitalisierung sind keine positiven Anreize für den Schritt in eine berufliche Selbständigkeit in der Patientenversorgung“, sagte Hofmeister. „Nur in ‚Teilzeit‘ werden sich aber die ungeheuren Herausforderungen des demografischen Wandels nicht bewältigen lassen. Andere Rahmenbedingungen sind hierfür unerlässlich!“

KBV-Vorstandsmitglied Dr. Sibylle Steiner stellte außerdem fest: „Mit mittlerweile fast 100.000 Kolleginnen sind mehr als die Hälfte der in der ambulanten Versorgung Tätigen weiblich. Gerade bei ihnen zeigt sich der Trend hin zu Anstellung und Teilzeit besonders deutlich.“ Notwendig sei eine Politik, die von Verlässlichkeit statt von immer neuen Unwägbarkeiten geprägt sei, damit sich auch Frauen wieder vermehrt zur Übernahme oder Gründung einer eigenen Praxis entschließen würden. So ist der Frauenanteil im vergangenen Jahr auf gut 52 % gestiegen. Unter den Niedergelassenen sind 33,7 Prozent 60 Jahre oder älter.

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