Mit rund 6800 Teilnehmerinnen und Teilnehmern endet heute der 78. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e. V. im Congress Center Düsseldorf. Volle Vortragssäle, eine sehr gut besuchte Industrieausstellung und intensive Diskussionen prägten die vier Kongresstage unter dem Motto „Dem Leben eine Zukunft geben“.
„Wir wollten in Düsseldorf die ganze Breite unseres Faches zeigen und zugleich den Blick nach vorn richten. Die große Resonanz hat gezeigt, dass uns das gelungen ist“, sagt DGU Präsidentin Prof. Susanne Krege. Neben aktuellen Entwicklungen aus Forschung und Versorgung standen vor allem Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und Kinderurologie im Fokus.
Besonders groß war der Andrang beim Forum der Präsidentin zur Künstlichen Intelligenz. Die Veranstaltung musste in einen weiteren Raum übertragen werden. Chancen für Diagnostik und Versorgung wurden dort ebenso diskutiert wie Fragen nach Selbstbestimmung, Datenschutz und ärztlicher Verantwortung.
„Volle Säle und intensive Diskussionen zeigen, dass der persönliche wissenschaftliche Austausch nichts von seiner Bedeutung verloren hat. Gerade bei Themen wie Künstlicher Intelligenz müssen wir Chancen, Grenzen und Konsequenzen gemeinsam diskutieren. Dafür ist der DGU-Kongress unser zentrales Forum“, sagt DGU-Pressesprecher Prof. Axel Merseburger.
Im Forum der Präsidentin wurde auch der Maximilian Nitze Preis, die höchste wissenschaftliche Auszeichnung der DGU, verliehen. Preisträger ist PD Dr. Alexander Rathenborg aus Mannheim. Ausgezeichnet wurde seine Arbeit zur Hyperspektralbildgebung und zum Einsatz von Deep Learning für eine verbesserte Gewebeklassifikation in der Urochirurgie.
Erstmals vergab die DGU in Düsseldorf zudem ihren Nachhaltigkeitspreis für Industriepartner. Ausgezeichnet wurde MSD Sharp & Dohme GmbH für die „Grüne Box“, ein Mehrwegsystem für den Versand von Arzneimitteln und Impfstoffen. Nach Angaben des Unternehmens wurden damit seit 2021 rund 429 Tonnen CO₂ Äquivalente eingespart.
Mit dem Kongress endet die Präsidentschaft von Prof. Susanne Krege. „Schon die Vorbereitung dieses Kongresses hat mir viel Freude gemacht. Jetzt zu sehen, wie voll die Räume waren, wie intensiv diskutiert wurde und wie viele Menschen miteinander ins Gespräch gekommen sind, war für mich ein schöner Abschluss meiner Präsidentschaft. Ich danke allen, die dazu beigetragen haben.“
Zum Abschluss des Kongresses übergibt Krege die DGU-Präsidentschaft an Prof. Dr. Maurice Stephan Michel. Den 79. DGU-Kongress gestaltet Michel gemeinsam mit Dr. Thomas Speck als Co-Kongresspräsident. Er findet vom 15. bis 18. September 2027 in Frankfurt am Main statt und steht unter dem Motto „Gemeinsam stark. Urologie vereint.“
Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V.





