Urologie » Sonstiges

»

Ärztetag fordert Praxistauglichkeit und Datensicherheit der Elektronischen Patientenakte

BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt fordert eine sichere und praktikable ePA. (Foto: Bundesärztekammer/Pressestelle)

Ärztetag fordert Praxistauglichkeit und Datensicherheit der Elektronischen Patientenakte

Aktuelles

Urologie

Sonstiges

2 MIN

Erschienen in: UroForum

Die elektronische Patientenakte (ePA) kann nach Auffassung des 129. Deutschen Ärztetags einen Beitrag zur Verbesserung der Patientenversorgung leisten und die patientenorientierte Digitalisierung des Gesundheitswesens voranbringen. Allerdings sei dies an konkrete Voraussetzungen gebunden.

So müssten Patientinnen und Patienten, wie auch Ärztinnen und Ärzten, auf die Sicherheit sensibler Daten vertrauen können; zudem müsse die Anwendung der ePA praxistauglich ausgestaltet sein, so das Votum des Ärztetags. Der Ärztetag forderte die Bundesregierung dazu auf, Anpassungen an der ePA so schnell wie möglich umzusetzen. So sei ein hohes, vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bestätigtes Sicherheitsniveau unerlässlich. Die Gematik solle wirksame Maßnahmen gegen mögliche Angriffsszenarien entwickeln. Praktische und technische Probleme aus Pilotregionen müssten vor der bundesweiten Einführung zuverlässig behoben werden.

Um sensible Daten zu schützen, sollten Abrechnungsdaten zunächst nur für die Versicherten sichtbar sein, damit sie gezielt Zugriffsrechte vergeben können. Kritische medizinische Befunde sollten dem Patienten erst nach ärztlicher Einordnung zugänglich gemacht werden, wenn therapeutische Gründe dies erfordern. Bei Kindern und Jugendlichen könne auf eine Befüllung der ePA verzichtet werden, wenn dies aus medizinischen oder kinderschutzrechtlichen Gründen notwendig sei. Zudem fordert der Ärztetag die zügige Umsetzung des elektronischen Betäubungsmittelrezepts sowie die Einführung einer Volltextsuche innerhalb der ePA-Dokumente zur Verbesserung der Nutzbarkeit.

Bildquelle:© Bundesärztekammer/Pressestelle

Weitere Beiträge zu diesem Thema

© Khunatorn - stock.adobe.com

Peniskarzinom: Wenn der Tumor behandelt ist, aber die Belastung bleibt

Fachbeitrag

Das Peniskarzinom zählt mit einer Inzidenz von etwa 0,1–1,0 Neuerkrankungen pro 100.000 Männer und Jahr zu den seltenen urologischen Tumoren. Beim lokalisierten Tumor stehen häufig wirksame, organerhaltende Behandlungsoptionen zur Verfügung. Dennoch greift eine ausschließlich uroonkologische Betrachtung zu kurz.

Urologie

Tumoren der äußeren Genitalien

Peniskarzinom

Beitrag lesen
Für unzumutbar hält der KBV-Vorstand die Eingriffe des GeDIG in die Datenrechte der Patientinnen und Patienten. © Tyler Olson - stock.adobe.com

GeDIG öffnet Datenmissbrauch der Kassen Tür und Tor

Berufspolitik

Auf scharfe Kritik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung stößt das Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG), das sich im parlamentarischen Verfahren im Bundestag befindet. Was nach Fortschritt aussieht, eröffnet Krankassen aus Sicht der Selbstverwaltung zweifelhafte Optionen im Umgang mit personenbezogenen Daten.

Urologie

Berufspolitik

Beitrag lesen
„Das ist keine Vergütung nach Leistung, das ist eine Prämie fürs Dableiben“, stellt die KVBB-Vorsitzende und Urologin Catrin Steiniger fest. © KVBB

Hybrid-DRGs: KVBB warnt vor Rückschritt bei ambulanten Operationen

Berufspolitik

Die KV Brandenburg warnt vor einer Benachteiligung ambulanter Operationen: Ab 2027 könnten gleiche Eingriffe je nach Versorgungsort unterschiedlich vergütet werden. Die KVBB fordert gleiche Honorare für gleiche Leistungen und kritisiert die geplante Bevorzugung stationärer Aufenthalte.

Urologie

Berufspolitik

Beitrag lesen