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Ärztetag fordert Praxistauglichkeit und Datensicherheit der Elektronischen Patientenakte

BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt fordert eine sichere und praktikable ePA. (Foto: Bundesärztekammer/Pressestelle)

Ärztetag fordert Praxistauglichkeit und Datensicherheit der Elektronischen Patientenakte

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Erschienen in: UroForum

Die elektronische Patientenakte (ePA) kann nach Auffassung des 129. Deutschen Ärztetags einen Beitrag zur Verbesserung der Patientenversorgung leisten und die patientenorientierte Digitalisierung des Gesundheitswesens voranbringen. Allerdings sei dies an konkrete Voraussetzungen gebunden.

So müssten Patientinnen und Patienten, wie auch Ärztinnen und Ärzten, auf die Sicherheit sensibler Daten vertrauen können; zudem müsse die Anwendung der ePA praxistauglich ausgestaltet sein, so das Votum des Ärztetags. Der Ärztetag forderte die Bundesregierung dazu auf, Anpassungen an der ePA so schnell wie möglich umzusetzen. So sei ein hohes, vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bestätigtes Sicherheitsniveau unerlässlich. Die Gematik solle wirksame Maßnahmen gegen mögliche Angriffsszenarien entwickeln. Praktische und technische Probleme aus Pilotregionen müssten vor der bundesweiten Einführung zuverlässig behoben werden.

Um sensible Daten zu schützen, sollten Abrechnungsdaten zunächst nur für die Versicherten sichtbar sein, damit sie gezielt Zugriffsrechte vergeben können. Kritische medizinische Befunde sollten dem Patienten erst nach ärztlicher Einordnung zugänglich gemacht werden, wenn therapeutische Gründe dies erfordern. Bei Kindern und Jugendlichen könne auf eine Befüllung der ePA verzichtet werden, wenn dies aus medizinischen oder kinderschutzrechtlichen Gründen notwendig sei. Zudem fordert der Ärztetag die zügige Umsetzung des elektronischen Betäubungsmittelrezepts sowie die Einführung einer Volltextsuche innerhalb der ePA-Dokumente zur Verbesserung der Nutzbarkeit.

Bildquelle:© Bundesärztekammer/Pressestelle

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