Urologie » Sonstiges

»

BÄK sieht Physician Assistants als integrale Bestandteile der Gesundheitsversorgung

Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt will die Debatte über Definition und Rolle der Physician Assistants in Deutschland anfachen. (Foto: BÄK)

BÄK sieht Physician Assistants als integrale Bestandteile der Gesundheitsversorgung

Berufspolitik

Urologie

Sonstiges

2 MIN

Erschienen in: UroForum

Physician Assistants sind in den letzten Jahren zu einem integralen Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Deutschland geworden. Vor diesem Hintergrund wird es nach Auffassung der Bundesärztekammer immer wichtiger, die Aufgabenbereiche zwischen Ärztinnen und Ärzten sowie dieser noch relativ jungen Berufsgruppe im interprofessionellen Team klar zu definieren.

Mit ihrem Positionspapier „Physician Assistance – ein etabliertes Berufsbild im deutschen Gesundheitswesen“ möchte die Bundesärztekammer dazu einen Beitrag leisten. Die Bundesärztekammer beschreibt in dem Papier ausgewählte Aspekte des Berufsbildes und formuliert konkrete Vorschläge zur Ausgestaltung des Tätigkeitsrahmens. Neben der Darstellung typischer Aufgaben in der ambulanten und stationären Versorgung werden auch die zentralen Studieninhalte sowie die angestrebten Kompetenzen erläutert.

„Die Ärzteschaft hat frühzeitig das Potenzial der Physician Assistance erkannt und die Weiterentwicklung des Berufsbildes befördert“, betonte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt bei der Vorstellung des Papiers. „Umso mehr kommt es jetzt darauf an, die Debatte über Definition und Rolle dieses Berufsbildes in unserem Gesundheitswesen im Austausch aller Beteiligten konstruktiv weiterzuführen und zu guten Ergebnissen im Sinne der Patientinnen und Patienten zu bringen“, so Reinhardt weiter.

Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Physician Assistant“ der Bundesärztekammer, Erik Bodendieck, Mitglied des Vorstandes der Bundesärztekammer und Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, betont, dass „angesichts des nicht einheitlichen Curriculums für Physician Assistants in Deutschland ein übergeordneter Tätigkeitsrahmen notwendig ist.“ Dies sei, so Bodendieck weiter, ein wichtiger Beitrag zur Gestaltung der Rahmenbedingungen, unter denen Physician Assistants in Deutschland tätig sind. „Dazu leistet das Positionspapier einen bedeutsamen Beitrag.“ Das Positionspapier, das unter Einbeziehung der Deutschen Gesellschaft für Physician Assistants erarbeitet worden ist, richtet sich sowohl an die Hochschulen als auch an die Praxis in der ambulanten und stationären medizinischen Versorgung. Es soll als orientierender Handlungsrahmen dienen.

Bildquelle:© BÄK

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Mikroskop mit schwebenden Zellen im Labor als Symbol fuer Immuntherapie und neue Therapieoptionen beim Peniskarzinom

Update Peniskarzinom 2026: Immuntherapie und neue Therapieperspektiven

Fachbeitrag

Beim seltenen Peniskarzinom eröffnen Immuntherapien und molekulare Analysen neue Behandlungsperspektiven. Daten zu Cemiplimab zeigen jedoch, dass bislang nur bestimmte Patientengruppen profitieren. Entscheidend für die personalisierte Therapie sind daher verlässliche Biomarker und eine präzise molekulare Charakterisierung.

Urologie

Tumoren der äußeren Genitalien

Peniskarzinom

Beitrag lesen
Der damals 17-jährige Mailo erhält im Juli 2025 eine T-Zelltherapie gegen PRAME mit seinen gentechnisch veränderten Immunzellen. © privat

PRAME-T-Zelltherapie drängt metastasierten Nierentumor zurück

Aktuelles

Eine personalisierte T-Zelltherapie hat bei einem Jugendlichen mit weit fortgeschrittenem, therapieresistentem Nierentumor zu einem vollständigen Ansprechen geführt. Die Behandlung zielte auf das Tumorantigen PRAME. Eine klinische Studie für weitere Kinder und Jugendliche ist ab 2027 geplant.

Urologie

Sonstiges

Beitrag lesen
Aktuell warten in Deutschland 8.000 Menschen auf ein Spenderorgan. Rund 250 Abgeordnete wollen deshalb eine Widerspruchslösung im Bundestag durchsetzen. © abuzar - stock.adobe.com

Bundestags-Gruppe beantragt Widerspruchslösung für Organspende

Berufspolitik

Rund 250 Abgeordnete mehrerer Fraktionen des Bundestags haben beantragt, eine Widerspruchslösung für die Organspende im Transplantationsgesetz zu verankern. Dann müssten Versicherte z.B. einer postmortalen Nierenspende widersprechen, um sie zu verhindern.

Urologie

Berufspolitik

Beitrag lesen