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BvDU fordert mehr Partizipation in einer neuen Gesundheitspolitik

BvDU-Präsident Dr. Axel Belusa fordert, dass die Urologen als Gesundheitsexperten gehört werden, damit auf dieser Basis bestmögliche Entscheidungen getroffen werden können. (Foto: BvDU)

BvDU fordert mehr Partizipation in einer neuen Gesundheitspolitik

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Erschienen in: UroForum

Die letzten Jahre waren für Urologinnen und Urologen desaströs. Deshalb sieht der Berufsverband der Deutschen Urologie (BvDU) Ärzte und alle in Gesundheitsberufen Tätigen vor großen Herausforderungen. Ganz besonders betreffen sie alle fachärztlichen Gruppen in Klink und Praxis. Was folgt nun nach der Bundestagswahl?

BvDU-Präsident Dr. Axel Belusa fordert, dass die Urologen als Gesundheitsexperten gehört werden, damit auf dieser Basis bestmögliche Entscheidungen getroffen werden können. (Foto: BvDU)
BvDU-Präsident Dr. Axel Belusa fordert, dass die Urologen als Gesundheitsexperten gehört werden, damit auf dieser Basis bestmögliche Entscheidungen getroffen werden können. (Foto: BvDU)

Am Sonntag hat Deutschland gewählt. Nun wird sich eine neue Regierung bilden. Der Berufsverband schaut nun in die Zukunft einer neuen Gesundheitspolitik. „Auf dass es eine gute für uns alle werden möge. Eine, die nur die Versprechen gibt, die sie halten kann. Eine, die sich auf Fakten gründet und auf ein Miteinander und dem Suchen von Lösungen anstelle auf ideologische Ignoranz, die sich selbst feiert“, hofft der Verband.

Der BvDU wünscht sich Politikerinnen und Politiker, die ärztlicher Expertise Vertrauen schenken und mit Ärztinnen und Ärzten Lösungen suchen: zum Wohl der Patientinnen und Patienten. „Kein Unternehmen leistet es sich heutzutage noch, Entscheidungen zu treffen, ohne vorab die Experten für das Thema einzubeziehen und auf der Grundlage ihres Rats die bestmögliche Entscheidung zu treffen. Transparenz bei Entscheidungen ermöglicht Vertrauen“, unterstreicht Dr. Axel Belusa, BvDU-Präsident.

Der BvDU sehnt sich nach eigenem Bekunden nach Gesundheitspolitikern, die einen vernünftigen Rahmen setzen für die ärztliche Selbstverwaltung. Zu hoffen sei eine Politik, die Freiberuflichkeit als Garant einer flächendeckenden wohnortnahen ambulanten Versorgung fördert, sowie eine Regierung, die Leistung honoriert. „Auf die Entbudgetierung für Hausärztinnen und Hausärzte muss die Entbudgetierung fachärztlicher Leistung folgen“, so der BvDU-Vorstand. „Die Ambulantisierung muss dort, wo sie möglich ist, vorangehen. Entscheidend für ihr Funktionieren ist die Aufhebung des Erlaubnisvorbehaltes.“

Der Berufsverband fordert eine Digitalisierung, die Sinn ergibt und entlastet. Deregulierung und Entbürokratisierung sollen an die Stelle einer stetig wachsenden Bürokratie treten, die immer mehr Zeit kostet. Es ist Zeit, die den Urologen für die Behandlung und das Gespräch mit Patientinnen und Patienten fehlt. Der BvDU fordert eine kluge Steuerung der Patienten, um Ressourcen zu schonen. „Ohne diese Zeit, die Ärztinnen und Ärzte und medizinisches Fachpersonal mit Bürokratie oder in einer fehlgeleiteten Versorgung zubringen, wären die personellen Engpässe im Gesundheitswesen größtenteils nicht mehr existent“, betont der BvDU.

Die Stärkung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung müsse nationale Aufgabe werden. „Wir können es uns nicht mehr leisten, weder finanziell noch aufgrund knapper Ressourcen, immer kränker zu werden. `Beamen´ wir uns nach Sardinien, wo im `Dorf der Hundertjährigen´ so viele Hundertjährige leben wie sonst nirgendwo. Gut essen, der Natur folgen. Lassen Sie uns dieses Geheimrezept gemeinsam auf Deutschland übertragen!“

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