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Rostocker Spezialzentrum für Peniskarzinome erhielt DKG-Zertifizierung

Prof. Angelika Borkowetz (l.) ist Direktorin der Klinik und Poliklinik für Urologie. PD Dr. Désirée Louise Dräger ist dort geschäftsführende Oberärztin. © Universitätsmedizin Rostock

Quelle: Prof. Angelika Borkowetz (l.) ist Direktorin der Klinik und Poliklinik für Urologie. PD Dr. Désirée Louise Dräger ist dort geschäftsführende Oberärztin. © Universitätsmedizin Rostock

Rostocker Spezialzentrum für Peniskarzinome erhielt DKG-Zertifizierung

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: UroForum

Mit der Auszeichnung durch die Deutsche Krebsgesellschaft stärkt die Universitätsmedizin Rostock ihre uroonkologische Kompetenz und baut die spezialisierte Versorgung von Patienten mit seltenen Tumorerkrankungen weiter aus. Deutschlandweit verfügen derzeit nur 13 Einrichtungen über eine entsprechende Zertifizierung.

Nach Angaben des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert Koch-Institut erkranken in Deutschland jährlich rund 950 Männer neu an einem Peniskarzinom. „Die Erstzertifizierung unseres Peniskarzinomzentrums ist ein wichtiger Schritt für die Versorgung betroffener Patienten. Seltene Tumorerkrankungen benötigen viel Erfahrung, klare Qualitätsstandards und eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen“, sagte Prof. Angelika Borkowetz, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Urologie sowie Leiterin des Uroonkologischen Zentrums. „Wir können unseren Patienten damit wohnortnah eine Behandlung auf höchstem medizinischem Niveau anbieten.“

Mit der neuen Zertifizierung erhöht sich die Gesamtzahl der zertifizierten Organkrebszentren unter dem Dach des Onkologischen Zentrums der Universitätsmedizin Rostock auf elf. Dazu gehören das Darmkrebszentrum, das Harnblasenkrebszentrum, das Hautkrebszentrum, das Kopf-Hals-Tumorzentrum, das Leberkrebszentrum, das Neuroonkologische Zentrum, das Nierenkrebszentrum, das Pankreaskarzinomzentrum, das Peniskarzinomzentrum, das Prostatakrebszentrum sowie das Zentrum für Hämatologische Neoplasien.

„Gerade bei seltenen Erkrankungen ist es entscheidend, dass Diagnostik, Operation, medikamentöse Therapie und Nachsorge eng verzahnt erfolgen“, betonte Prof. Borkowetz, die ebenso Vorstandsmitglied und Leiterin des Ressorts Leitlinien und Qualität der Deutschen Gesellschaft für Urologie ist. „Unser Zentrum verbindet diese Expertise unter einem Dach und ergänzt die medizinische Behandlung durch unterstützende Angebote, etwa aus dem psychosozialen Bereich.“ Eine wichtige Grundlage für die Behandlung nach einheitlich hohen Qualitätsstandards sind medizinische Leitlinien. Derzeit wird die S3-Leitlinie zum Peniskarzinom aktualisiert, die unter Leitung von Privatdozentin Dr. Désirée Louise Dräger, geschäftsführende Oberärztin der Klinik und Poliklinik für Urologie, entsteht. S3-Leitlinien gelten als höchste Entwicklungsstufe medizinischer Leitlinien in Deutschland. Sie basieren auf einer systematischen Auswertung wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie einem strukturierten Konsensverfahren von Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen. Sie unterstützen Ärztinnen und Ärzte dabei, Diagnostik, Therapie und Nachsorge nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft auszurichten.

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