Urologie » Berufspolitik

»

KBV sieht in der Steuerung keine Maßnahme zur Kostendämpfung

Schild mit der Aufschrift "KBV" an einer Steinwand.

Quelle: © Achim Wagner - stock.adobe.com

KBV sieht in der Steuerung keine Maßnahme zur Kostendämpfung

Berufspolitik

Urologie

Berufspolitik

mgo medizin

mgo medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: UroForum

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken gerade ihre Reformpläne erläutert. Der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) – Dres. Andreas Gassen, Stephan Hofmeister und Sibylle Steiner – hat darauf reagiert und warnt vor falschen Hoffnungen.

Vor einer Aushöhlung originär ärztlicher Aufgaben durch Delegation warnen (v.l.) Dres. Andreas Gassen, Sibylle Steiner und Stephan Hofmeister. (Foto: KBV)
Vor einer Aushöhlung originär ärztlicher Aufgaben durch Delegation warnen (v.l.) Dres. Andreas Gassen, Sibylle Steiner und Stephan Hofmeister. (Foto: KBV)

„Eine Patientensteuerung macht durchaus Sinn. Diejenigen, die sich – und das gilt insbesondere für den Notdienst – an keine Steuerung halten, müssen sich finanziell an den Kosten beteiligen. Das ist konsequent! Eines muss aber auch deutlich gesagt werden: Eine Patientensteuerung stellt keine Kostendämpfungsmaßnahme dar. Merkliche Einsparungen werden sich dadurch nicht erzielen lassen“, unterstreichen die drei Vorstandsmitglieder.

Sowohl der Koordinierungsaufwand als auch die aus der Koordinierung entstehende fachärztliche Inanspruchnahme müsse nach Ansicht der KBV voll vergütet werden. Eine Steuerung könne aber – zudem, wenn sie verbindlich sei – unnötige Wege im Gesundheitswesen reduzieren. „Der Ausbau der schon heute vorhandenen digitalen und telefonischen Dienste rund um die 116117, der von der Ministerin angekündigt wird, geht ebenfalls in die richtige Richtung.“ Klar muss aber sein, so die KBV, dass dieser Ausbau nicht wie bisher alleine aus den Finanzmitteln der niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen gestemmt werden darf.

Schon seit langem sind nichtärztliche Professionen unverzichtbar in der täglichen Patientenversorgung. Eine Ausweitung von Aufgaben dürfe aber weder Verantwortlichkeiten verschieben, noch dürfe es zu einer Aushöhlung originär ärztlicher Aufgaben, zu Doppelstrukturen oder neuen Schnittstellen kommen.  Das würde den Steuerungsgedanken vollkommen konterkarieren.

Franz-Günter Runkel

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Arzt im blauen Kittel mit verschraenkten Armen und Stethoskop im Klinikflur als Symbol fuer Arbeiten und Weiterbildung in einer Rehabilitationsklinik

Arbeiten und Weiterbildung in einer Rehabilitationsklinik

Fachartikel

Urologische Weiterbildung geht auch in der Reha: In rund 30 Rehakliniken mit uro(onko)logischem Schwerpunkt sind teils Weiterbildungszeiten (6–24 Monate) möglich. Der Alltag ist strukturierter als im Akuthaus, mit fitten Rehabilitanden, langen Aufnahme-/Entlassgesprächen und Fokus auf Sozialanamnese und Erwerbsfähigkeit. Diagnostik und Eingriffe sind begrenzt – dafür bleibt mehr Zeit für Kommunikation.

Urologie

Sonstiges

Beitrag lesen
Über 25.000 Roboter-assistierte Prostataektomien freut sich das Gronauer OP-Team. © St. Antonius-Hospitals Gronau/Öffentlichkeitsarbeit/Unternehmenskommunikation

25.000 Roboter-assistierte Prostatektomien im St. Antonius-Hospital Gronau

News

Die Klinik für Urologie, Urologische Onkologie und Roboter-assistierte Chirurgie des St. Antonius-Hospitals Gronau berichtet über einen neuen Rekord. Mit 25.000. roboterassistierten radikalen Prostatektomie (RARP) zählt das Gronauer Zentrum zu den weltweit erfahrensten Einrichtungen für die operative Behandlung des Prostatakarzinoms mit dem da-Vinci-Operationssystem.

Urologie

Operative Urologie

Beitrag lesen
Sichtlich belasteter Mann sitzt am Bettrand und haelt den Kopf in den Haenden als Symbol fuer erektile Dysfunktion 2026 und neue Therapieoptionen

Erektile Dysfunktion 2026 – gibt es etwas Neues?

Fachartikel

Erektile Dysfunktion 2026: Wirklich Neues gibt es laut Überblick kaum – Standard bleiben PDE‑5‑Hemmer, ergänzt durch SKAT/SKIT und Vakuumhilfen. Die EAU‑Leitlinie 2026 betont die kardiovaskuläre Risikoeinschätzung in der Diagnostik. ESWT, PRP, Stammzell‑/Gentherapie oder Botox gelten weiter als experimentell/allenfalls schwach empfohlen.

Urologie

Sexuelle Funktionsstörungen

Erektile Dysfunktion

Beitrag lesen