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St. Antonius-Hospital Gronau nimmt da Vinci-5-Operationssystem in Betrieb

Neben der Konsole des Gronauer da Vinci-5-Operationssystems stehen (v.l.) Patient Bernd Loeffler, Intuitive Senior Vice President Dirk Barten, Landrat Dr. Kai Zwicker, Christoph Bröcker (Geschäftsführer St. Antonius Hospital), NRW-Staatssekretär Matthias Heidmeier sowie Chefarzt Dr. Christian Wagner. (Foto: St. Antonius Hospital Gronau)

St. Antonius-Hospital Gronau nimmt da Vinci-5-Operationssystem in Betrieb

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Erschienen in: UroForum

Die Klinik für Urologie des Gronauer St. Antonius-Hospitals hat als erste Klinik in Europa das neue da Vinci 5 Operationssystem in Betrieb genommen. Schon 2006 war das St. Antonius-Hospital eine der ersten Kliniken in Deutschland mit einem da Vinci-System.

„Unsere Erfahrung der vergangenen Tage zeigt: Das System ist noch feinfühliger, die Abläufe im OP laufen optimierter und auch für uns als Operateure ist das Arbeiten deutlich komfortabler“, sagt Dr. Christian Wagner, einer der vier Chefärzte der Klinik für Urologie. „Das System gibt uns mehr Autonomie im OP und unterstützt uns zugleich durch intelligente Rückmeldungen. Unsere Handgriffe werden damit für die Patienten noch präziser und schonender umgesetzt.“

Seit 2006 wurden die Roboter-assistierten Operations-Kapazitäten stetig ausgebaut. Heute gibt es fünf da Vinci-Systeme in Gronau, mit deren Hilfe mehr als 25.000 minimalinvasive Eingriffe durchgeführt wurden. Darunter sind über 23.700 Prostatektomien – ein laut Krankenhaus internationaler Spitzenwert. Mit dem angeschlossenen European Robotic Institute (ERI) verfügt Gronau zudem über ein Trainingszentrum für Chirurgen und Pflegekräfte. Gegenüber dem Vorgänger hat das neue System laut Hersteller folgende Vorteile:

  • Optimierte Bildgebung und immersive Konsole: realistischeres 3D-Operationsbild, bessere Ergonomie, geringere Belastung für Chirurgen.
  • Effizientere Abläufe im OP: intuitive Steuerung per Tastendruck, vereinfachte Benutzeroberfläche für Pflegeteams, Automatisierung einzelner Routinetätigkeiten.
  • Deutlich mehr Rechenleistung: 10.000-fach schneller, mit neuen Sensoren und Software – Grundlage für KI-gestützte Rückmeldungen, die Chirurgen unmittelbar helfen, ihre Technik weiter zu optimieren.
  • Das System ist zukunftsorientiert: In den kommenden Monaten werden zusätzliche Funktionen verfügbar, die den operierenden Ärzten noch mehr Unterstützung bieten.

Während das neueste System nun im Gronauer OP im Einsatz ist, wird ein älteres Modell den OP verlassen und künftig im European Robotic Institute (ERI) für die Ausbildung genutzt. Das dort bisher genutzte Gerät wird aussortiert, da es keinen technischen Support mehr erhält. „Keine andere Klinik in Europa leistet sich ein eigenes Trainingszentrum dieser Art“, sagt Wagner. „Das macht Gronau für junge Ärztinnen und Ärzte und internationale Fachkräfte besonders attraktiv.“

Bild: Neben der Konsole des Gronauer da Vinci-5-Operationssystems stehen (v.l.) Patient Bernd Loeffler, Intuitive Senior Vice President Dirk Barten, Landrat Dr. Kai Zwicker, Christoph Bröcker (Geschäftsführer St. Antonius Hospital), NRW-Staatssekretär Matthias Heidmeier sowie Chefarzt Dr. Christian Wagner. (Foto: St. Antonius Hospital Gronau)

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