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Verbände fordern von neuer Regierung einen „Politikwechsel in der Gesundheitspolitik“

Der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen kritisiert die „Ampel“-Koalition als gesundheitspolitisch verlorene Jahre. (Foto: KBV)

Verbände fordern von neuer Regierung einen „Politikwechsel in der Gesundheitspolitik“

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Erschienen in: UroForum

Die vier führenden Verbände in der Gesundheitsversorgung ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände, die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sowie die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) haben eine Allianz für ein „starkes, resilientes Gesundheitssystem“ geschlossen.

Der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen kritisiert die „Ampel“-Koalition als gesundheitspolitisch verlorene Jahre. (Foto: KBV)
Der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen kritisiert die „Ampel“-Koalition als gesundheitspolitisch verlorene Jahre. (Foto: KBV)

Im Magen liegen den ärztlichen Verbänden wohl das schlechte Verhältnis zur Politik und der Teilhabe-Mangel an Entscheidungsprozessen. Deutlich kritisieren die Institutionen die Gesundheitspolitik der vergangenen Legislaturperiode. „Sie war geprägt durch ein bisher nicht bekanntes Maß an Misstrauen gegenüber der Selbstverwaltung, aber auch gegenüber den Leistungserbringern in Arztpraxen, Krankenhäusern und Apotheken“, heißt es im Papier. Die Verbände fordern die neue Bundesregierung auf, bei den Koalitionsverhandlungen und der Regierungsbildung einen „Politikwechsel in der Gesundheitspolitik“ sicherzustellen. Eine stabile Gesundheitsversorgung sei die tragende Säule einer älter werdenden Gesellschaft und ein Stabilitätsanker für unsere Demokratie, heißt es in einem gemeinsamen Positionspapier.

„Die vergangenen Jahre waren gesundheitspolitisch verlorene Jahre. Die Rahmenbedingungen sind in fast allen Bereichen eher noch schlechter geworden“, erklärte der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen. „Wir setzen auf einen Neuanfang, denn Politik ist gut beraten, mit uns zu sprechen, also denjenigen, die am besten wissen, wie Versorgung vor Ort organisiert wird – und die vor allem nah bei den Patientinnen und Patienten sind.“ In dem Positionspapier skizzieren KBV, KZBV, DKG und ABDA in sieben Punkten ihre Vorstellungen und Forderungen.

So wollen sie unter anderem gemeinsam mit der Politik praxisnahe und bürokratiearme Lösungen zur Entlastung des Gesundheitssystems schaffen sowie den Prozess der Digitalisierung patientenorientiert vorantreiben – und zwar mit positiven Anreizen und ohne Sanktionen. Weitere inhaltliche Schwerpunkte bilden die Entwicklung effektiver Präventionsprogramme, der Einsatz für eine sektorenübergreifende Notfallversorgung sowie eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit in einem weltoffenen und werteorientierten Gesundheitssystem.

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