Anpassung des Lebensstils gilt seit langem als zentrale Maßnahme zur effektiven Blutdruckkontrolle. Zu den wichtigen Bausteinen zählt neben Gewichtsreduktion, gesunder Ernährung, eingeschränkter Alkoholkonsum auch regelmäßige körperliche Aktivität. Der physiologische Effekt von Bewegung lässt sich mit einer 24-Stunden-Blutdruckmessung (ABPM) differenzierter beurteilen und bietet daher eine höhere prognostische Aussagekraft im Hinblick auf kardiovaskuläres Risiko und Mortalität.
Die Auswirkungen eines ausgewählten Spektrums an körperlicher Aktivität (aerobes Training, kombiniertes Training, Krafttraining, HIIT, isometrisches Training, Pilates, Yoga, Freizeitsport vs. Kontrolle) auf den 24-Stunden-Blutdruck wurden jetzt in einer Netzwerk-Metaanalyse randomisiert kontrollierter Studien genauer analysiert. Berücksichtigt wurden dabei Studien mit einer Interventionsdauer von ≥ 4 Wochen.
Ergebnis: Aerobes Training (kontinuierlich und Intervalltraining), hochintensives Intervalltraining (HIIT) sowie eine Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining waren signifikant mit Senkungen des 24-Stunden-Blutdrucks assoziiert.
Daten zu unkonventionellen Trainingsmethoden wie Pilates und Freizeitsportarten waren begrenzt und wenig aussagekräftig für die Behandlung des ambulanten Blutdrucks.
Quelle: Mallmann Schneider V et al. British Journal of Sports Medicine 2026. Published Online First. doi: 10.1136/bjsports-2025-111474



