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Geschlechtersensible Medizin beim SLE

Das Wort Lupus ist auf Holzblöcken zu sehen, daneben liegt ein Stethoskop und 2 Ampullen dahinter, hinten im Hintergrund sieht man unscharf eine Person an einer Tastatur sitzen.

Quelle: © megaflopp – stock.adobe.com

Geschlechtersensible Medizin beim SLE

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2 MIN

Erschienen in: internistische Praxis

Der systemische Lupus erythematodes (SLE) tritt zwar bei Frauen häufiger auf, doch Männer weisen dafür mehr schwere Organbeteiligung auf. Da SLE bei Männern und Frauen unterschiedlich verläuft, bedarf es einer gezielten Versorgung, die die Langzeitprognose aller Betroffenen entscheidend verbessern kann.

Zusammenfassung

Der systemische Lupus erythematodes (SLE) weist signifikante geschlechtsspezifische Unterschiede auf, die für eine präzise Diagnostik und Therapie entscheidend sind. Während Frauen deutlich häufiger betroffen sind, zeigen Männer oft einen späteren Krankheitsbeginn, werden jedoch aufgrund schwererer Organmanifestationen im Mittel schneller diagnostiziert. Klinisch dominieren bei Männern schwerwiegende Verläufe, wie die proliferative Lupusnephritis, Serositis sowie ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse und schwere Infektionen. Serologisch ist bei ihnen häufiger ein positives Lupusantikoagulans zu finden, während Frauen öfter AntiRo/SS-A-Antikörper sowie Symptome wie Alopezie und das Raynaud-Syndrom aufweisen. In der Therapie zeigt sich eine bessere Adhärenz von Männern gegenüber Immunsuppressiva wie Azathioprin, obgleich sie ein höheres Risiko für neuropsychiatrische Schübe unter Biologika wie Belimumab tragen könnten. Patient-reported Outcomes verdeutlichen zudem, dass Frauen häufiger über Fatigue und depressive Symptome berichten, während Männer häufiger Defizite in der Gesundheitskompetenz und sozialen Unterstützung zeigen. Weitere Studien sind notwendig, um insbesondere auch Unterschiede im Therapieansprechen herauszuarbeiten.

Autorinnen: S. Ohrndorf, J. Mucke, K. Albrecht

Der kostenpflichtige Originalbeitrag zu diesem Thema wurde veröffentlicht in internistische praxis 2026; 70 (1): 57–64.

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