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Unterschätzter Effekt: Alkohol löst hormonvermittelt Hunger auf Junkfood aus

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Unterschätzter Effekt: Alkohol löst hormonvermittelt Hunger auf Junkfood aus

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Psyche und Nerven

mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Der ein oder andere wird es möglicherweise schon selbst erlebt haben: Der Heißhunger auf Herzhaftes, Salziges und Würziges nach Alkoholkonsum. Doch was steckt dahinter? Warum löst Alkohol auf salzige, eiweißarme Lebensmittel so ein Verlangen aus? Die Antwort darauf fanden australische Forscher mithilfe eines von ihnen entwickelten mechanistisch-ökologischen Modells. Demnach wird der Griff zu herzhaften, ultraverarbeiteten Snacks nach Alkoholgenuss durch das Protein-Heißhunger-Hormon FGF21 gesteuert. Die alkoholinduzierte Freisetzung des Hormons reguliert den biologischen Protein-Hunger, indem es das Verlangen nach Umami (japanisch für: köstlich-würzig, wohlschmeckend) und salzigen Geschmacksrichtungen, die der Körper mit proteinreichen Lebensmitteln assoziiert, erhöht. Da moderne, stark verarbeitete Snacks diese Geschmacksprofile imitieren, jedoch kaum Protein enthalten, wirken sie als „Protein-Köder“. Das Ergebnis ist eine kompensatorische Hyperphagie mit erhöhter Aufnahme von Fett, Kohlenhydraten und Gesamtenergie. Die Analyse nationaler Ernährungsdaten zeigt: An Tagen mit Alkoholkonsum steigt der Verzehr herzhafter Lebensmittel pro Standarddrink signifikant an, während die Aufnahme süßer Speisen abnimmt – ebenfalls ein bekannter Effekt von FGF21.

Quelle: Grech A et al. Obesity Reviews 2026;0: e70138, https://doi.org/10.1111/obr.70138.

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