Etwa 1,6 Millionen Menschen gelten hierzulande als alkoholabhängig. Für alkoholabhängige Personen stehen verschiedene alkoholbezogene Behandlungsoptionen zur Verfügung, doch nur ein kleiner Teil nimmt die Angebote der Suchthilfe in Anspruch. Das ist das Ergebnis des vom G-BA geförderten und von Forschern des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf umgesetzten Projektes „PRAGMA“. Das Projekt untersucht, wie die medizinische Begleitung dieser Menschen aussieht und welche Versorgungswege sie in der Modellregion Hamburg beschreiten. Dazu werteten sie die Daten von 9.491 Personen aus und führten Routinedaten mehrerer Sozialversicherungsträger mit Daten der ambulanten Suchthilfe in einem gemeinsamen Datensatz zusammen.
Ergebnisse: Insgesamt nahmen 30% der Patienten (n = 2.860) innerhalb von 24 Monaten nach Diagnosestellung mindestens eine alkoholbezogene Behandlungsform in Anspruch. Am häufigsten waren dies psychiatrische Kurzkontakte (17%), gefolgt von einer qualifizierten Entzugsbehandlung (9%) sowie einer stationären Alkoholbehandlung (7%). Frühere Behandlungserfahrungen erhöhten die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Inanspruchnahme, frühere irreguläre Behandlungsbeendigungen gingen mit höheren Abbruchraten einher.
Weitere Ergebnisse des Projekts „PRAGMA“ sind abrufbar unter: Ergebnisbericht gemäß Nr. 14.1 ANBest-IF

Quelle: Bericht Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss





