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Belastungsinkontinenz: Viszerales Fettgewebe mit stärkster Risiko-Assoziation

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Belastungsinkontinenz: Viszerales Fettgewebe mit stärkster Risiko-Assoziation

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Nieren und Harnwege

mgo medizin

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Belastungsinkontinenz (Stressurininkontinenz, SUI) bezeichnet den unfreiwilligen Harnverlust bei körperlicher Anstrengung. Ursache ist meist ein geschwächter Beckenboden. Frauen sind häufiger betroffen. Fettleibige Personen (BMI > 24,9) haben ein höheres Risiko für SUI, da Fett eine zusätzliche Belastung auf Muskel-, Nerven- und Gefäßstrukturen ausübt und zu einer weiteren Schwächung der Beckenbodenmuskulatur (PFM) führt. Der BMI sagt allerdings nichts über die Fettverteilung aus. Jüngere Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass eine erhöhte Fettmasse im Beckenbereich mit einer verringerten PFM-Stärke korreliert. Eine brasilianische Studie kommt jetzt ergänzend dazu zum Schluss, dass die Körperfettverteilung einen stärkeren Einfluss auf die Entwicklung einer Belastungsinkontinenz hat als das Gesamtkörperfett. Die Forscher analysierten dafür bei 99 Frauen (Alter 18-49 Jahre) die Fettmassenverteilung (Gesamtmasse, androides, gynoides und viszerales Fettgewebe). Harninkontinenz wurde mittels validierter Fragebögen erfasst.

Ergebnisse: Höhere Gesamt-, androide, gynoide und viszerale Fettwerte waren mit einem erhöhten SUI-Risiko verbunden. Viszerales Fettgewebe zeigte dabei die stärkste Assoziation für eine SUI-Wahrscheinlichkeit.

Quelle: dos Santos Sousa AJ et al. Eur J of Obstetrics & Gynecology and Reproductive Biology 2026; 319: 114957. https://doi.org/10.1016/j.ejogrb.2026.114957

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