Tumorpatientinnen und -patienten leiden häufig unter eingeschränkter Nierenfunktion, die die Therapieoptionen limitiert, oder entwickeln unter der Therapie eine Nierenfunktionsstörung. Neue Medikamente erweitern die Optionen, doch die Abschätzung der Nierenfunktion bleibt entscheidend. Dies erfordert eine präzise Einschätzung im klinischen Alltag.
Zusammenfassung
Nierenfunktionseinschränkungen liegen bei einer Vielzahl von Tumorpatientinnen und -patienten vor, ebenso entwickeln zahlreiche auch Nierenfunktionsstörungen. Das Auftreten von Tumoren ist deutlich erhöht bei Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion, gleichzeitig ist die Therapie häufig genau durch diese limitiert, viele Medikamente müssen angepasst werden oder können ab einem bestimmten Stadium der Einschränkung gar nicht mehr gegeben werden. Neuere Tumormedikamente haben das Spektrum renaler Nebenwirkungen erweitert, zum anderen aber auch die Patientengruppe erweitert, die auch bei eingeschränkter Niereninsuffizienz oder gar Dialysepflichtigkeit eine Therapie erhalten kann. Die Nierenfunktion wird zumeist über Näherungsgleichungen von Markern wie Kreatinin oder Cystatin C geschätzt. Hierin liegen Limitationen, die im klinischen Alltag beachtet werden sollten.
Autorin und Autor: S. Delecluse, M. Zeier
Der kostenpflichtige Originalbeitrag zu diesem Thema wurde veröffentlicht in internistische praxis 2026; 70 (1): 65–73.
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