Eine US-Studie liefert überraschende Erkenntnisse zu kurzfristigen kardiovaskulären Effekten von inhaliertem Cannabis im Alltag. Entgegen der ursprünglichen Hypothese der Forscher führte der Konsum bei regelmäßigen Nutzern zu einer kurzfristigen signifikanten Reduktion von supraventrikulären Extrasystolen.
An der randomisierten Crossover-Studienahmen 108 Erwachsene teil, die bei Studieneinschluss regelmäßig Cannabis inhalierten (rauchen oder vapen) und bei denen bis dato keine Herzrhythmusstörungen diagnostiziert wurden. Über 14 Tage hinweg inhalierten die Probanden entweder an bestimmten Tagen Cannabis oder waren abstinent. Neben einem kontinuierlichen EKG-Monitoring wurden auch regelmäßig Schlafprofile, Glukosespiegel und körperliche Aktivität erfasst.
Ergebnis: An Konsumtagen traten rund 9% weniger Extrasystolen auf als an abstinenten Tagen. Dieser Rückgang betraf aber ausschließlich supraventrikuläre Extrasystolen, die als starker Prädiktor für Vorhofflimmern gelten. Bei ventrikulären Extrasystolen zeigten sich keine signifikanten Unterschiede.
Diese kurzfristigen Effekte sollten den Forschern zufolge nicht als Beleg für einen kardiovaskulären Nutzen von Cannabis interpretiert werden.
Originalpublikation: Elias A et al. JACC 2026; DOI: 10.1016/j.jacc.2026.07.014)
Quelle: Pressemitteilung University of California – San Francisco





