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COPD: Exazerbation und Multimorbidität – Abwärtsspirale durchbrechen

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COPD: Exazerbation und Multimorbidität – Abwärtsspirale durchbrechen

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Atemwege

mgb medizin Redaktion

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2 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

„Exazerbationen der COPD sind mit einem Verlust der Lungenfunktion verbunden“, rief Prof. Dr. med. Daiana Stolz, Freiburg, bei einem Symposium des DGP-Kongresses in Erinnerung.

„Exazerbationen der COPD sind mit einem Verlust der Lungenfunktion verbunden“, rief Prof. Dr. med. Daiana Stolz, Freiburg, in Erinnerung. Gleichzeitig steige mit einer solchen Entgleisung das Mortalitätsrisiko. Neben der Vermeidung einer Exposition beispielsweise gegenüber Zigarettenrauch und Luftverschmutzung sei es essenziell, die Inflammation zu adressieren, die physiologische Reserve zu verbessern und das systemische Risiko zu senken.

Zur Reduktion der Exazerbationsrate antiinflammatorischen Therapien wie ICS und – bei persistierenden Exazerbationen – monoklonale Antikörper zum Einsatz kommen. Mit Dupilumab und Mepolizumab sind zwei Biologika für die COPD-Therapie durch die EMA zugelassen. Ausstehend ist noch die Zulassung des PDE3/4-Inhibitors Ensifentrin in Europa. In einer Multikriterien-Analyse hinsichtlich Wirksamkeit, Lungenfunktion, Biomarker-Strategie und Qualität der Evidenz erreichte Dupilumab die höchste Bewertung, dicht gefolgt von Mepolizumab [1]. „Die GOLD-Kriterien 2026 sprechen eine klare Empfehlung für den Einsatz von monoklonalen Antikörpern aus“, berichtete die Expertin. Man sei jedoch nach wie vor noch auf weitere Studien angewiesen, welche Patientinnen und Patienten besonders von so einer Therapie profitieren können.

Komorbiditäten der COPD aktiv erkennen und behandeln

„COPD wird heute nicht mehr nur als Erkrankung der Lunge, sondern des gesamten Körpers verstanden“, führte Stolz aus. Nicht zu vernachlässigen ist daher das Thema Multimorbidität. So ist das Risiko für Herzinsuffizienz oder kardiovaskulären Tod um rund 30 % erhöht [2]. In einer Studie konnten durch einen proaktiven Ansatz mehr kardiovaskuläre Erkrankungen bei COPD-Betroffenen identifiziert werden im Vergleich zur Standard-Versorgung [3]. Besonderes Augenmerk legte Stolz auf Daten einer Kohortenstudie aus Hongkong zum Einsatz von SGLT2-Hemmern bei Patienten mit Typ-2-Diabetes: In dieser Kohorte konnte ein um 35 % geringeres Risiko für neu auftretende Atemwegserkrankungen sowie eine um 46 % geringere Exazerbationsrate beobachtet werden. Solche systemischen Therapien könnten das COPD-Konzept erweitern. „Das ist eine interessante Hypothese, wir benötigen jedoch Interventionsdaten für diese Präparate bei COPD“, schloss Stolz.

Autorin: Martha-Luise Storre

Quelle: Vortrag „Risiko Reduktion durch inhalative Medikamente (und Biologika?)“ von Prof. Dr. med. Daiana Stolz, Freiburg, im Rahmen des DGP-Kongresses am 19. März 2026 in München.

Literatur:

  1. Matera MG et al. Int J Chron Obstruct Pulmon Dis. 2025 Sep 10;20:3163-3173.
  2. Butt JH et al. Eur J Heart Fail. 2023 Nov;25(11):2078-2090.
  3. Groenewegen A et al. Lancet Public Health. 2024 Feb;9(2):e88-e99.

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