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Der junge Mensch mit Hypertonie

Teenager misst alleine seinen Blutdruck zu Hause.

Quelle: © Miljan Živković – stock.adobe.com

Der junge Mensch mit Hypertonie

Fachbeitrag

Allgemeinmedizin

Herz und Kreislauf

mgb medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: internistische Praxis

Auch bei jungen Erwachsenen sind erhöhte Blutdruckwerte mit einem signifikant erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse verbunden. Entscheidend sind eine frühzeitige Diagnose und Intervention, um irreversible Organschäden zu vermeiden. Eine aktive Suche nach sekundären Ursachen erhöht die Chance auf eine ursächliche Behandlung und verbessert die Prognose der Betroffenen deutlich.

Zusammenfassung

Arterielle Hypertonie vor dem 40. Lebensjahr (»young-onset hypertension«) betrifft rund 9% der jungen Erwachsenen. Häufig bestehen Risikofaktoren wie positive Familienanamnese, männliches Geschlecht, Adipositas oder niedriger sozioökonomischer Status. In bis zu 10% liegt eine sekundäre, potenziell kurativ behandelbare Ursache vor. Daher ist eine strukturierte Abklärung essenziell, insbesondere bei schweren, therapieresistenten oder früh einsetzenden Hypertonien. Neben der kombinierten Hypertonie tritt bei jungen Erwachsenen auch die isolierte systolische Hypertonie (ISHY) auf. Sie kann einerseits eine gutartige Variante bei sportlichen, groß gewachsenen Personen mit normalem zentralem Blutdruck darstellen, andererseits jedoch auf eine vorzeitige Gefäßsteifigkeit hinweisen und mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko verbunden sein. Die Unterscheidung ist klinisch wichtig, da vor allem die zweite Gruppe eine antihypertensive Therapie benötigt. Eine frühe Diagnose, das Erfassen von Endorganschäden sowie eine gezielte Therapie sind entscheidend, um langfristige kardiovaskuläre Komplikationen zu verhindern. Leitlinienbasierte Blutdruckmessung, ambulante und Heimblutdruckkontrolle sowie sorgfältige Anamnese zu Risikofaktoren, Medikamenten und Lebensstil bilden die Basis. Eine aktive Suche nach sekundären Ursachen erhöht die Chance auf eine ursächliche Behandlung und verbessert die Prognose der Betroffenen deutlich.

Autoren: J. M. Frerk, M. Wallbach

Lesen Sie den Originalbeitrag zu diesem Thema in internistische praxis 2025; 69 (3): 309–322.

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