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Die Niere riecht mit: Riechrezeptoren steuern Blutdruck und Zuckerhaushalt

Digitale 3D-Darstellung von menschlichen Nieren mit leuchtenden Netzstrukturen.

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Die Niere riecht mit: Riechrezeptoren steuern Blutdruck und Zuckerhaushalt

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Die Niere verfügt in ihren Gefäßen über Riechrezeptoren (olfaktorische Rezeptoren ORs), die bislang vor allem aus der Nase bekannt sind – allerdings nicht, um Aromen wahrzunehmen, sondern um zentrale Körperfunktionen zu steuern.  

Der Rezeptor OR51E2 erkennt z.B. kurzkettige Fettsäuren, die Darmbakterien bei der Verdauung von Ballaststoffen bilden. Seine Aktivierung steigert die Freisetzung von Renin, ein Schlüsselenzym des Blutdrucksystems. Damit entsteht eine direkte Mikrobiom-abhängige Verbindung zwischen Darmbakterien und Blutdruckregulation.  

Der Riechrezeptor OLFR1393 reguliert Transporter, die Glukose aus dem Primärharn zurück in den Körper holen. Fehlt dieser Riechrezeptor, wird mehr Zucker über den Urin ausgeschieden – ein Prinzip, auf dem moderne Antidiabetika, wie z.B. SGLT-2-Hemmer beruhen.  

Eine seltene Variante im Gen des Riechrezeptors OR51E1 beeinflusst den Blutdruck bei Frauen und Männern gegensätzlich. Während Frauen einen höheren diastolischen Blutdruck aufweisen, zeigt sich bei Männern eine Senkung.  

Die Rezeptoren gehören zur Familie der G-Protein-gekoppelten Rezeptoren (GPCRs), die als besonders gut medikamentös beeinflussbar gelten 

Literatur: Jiaojiao Xu J et al. Nat Rev Nephrol 2025; 21(4): 253–263. doi:10.1038/s41581-024-00917-y. 

 
Quelle: Pressemeldung Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e.V. (DGfN) 

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