Der Einsatz von direkten oralen Antikoagulanzien (DOAKs) ohne Vitamin-K senken bei Patienten mit Vorhofflimmern (AF) das Schlaganfallrisiko. Frühere Studien deuteten aber bereits darauf hin, dass DOAKs auch mit einem verringerten Demenzrisiko verbunden ist. Der Einfluss auf den kognitiven Verlauf bei AF-Patienten, die zugleich an der Alzheimer-Krankheit (AD) leiden, bleibt dagegen weitgehend unklar.
Das Ergebnis einer schwedischen Registerstudie deutet nun darauf hin, dass bei Patienten, die neben Vorflimmern auch an Alzheimer leiden, die Gabe von DOAKs den kognitiven Abbau verlangsamen kann. 7.308 Patienten mit bestehender AF und neu-diagnostizierter AD wurden in die Studie einbezogen. 1.690 Patienten erhielten eine orale Antikoagulation mit DOAKS*, 2.277 erhielten Warfarin und 3.341 erhielten keine Antikoagulation. Der kognitive Status wurde mittels Mini-Mental-Status-Test (MMST) erfasst. Ergebnis: Die DOAK-Gruppe zeigte einen signifikant langsameren kognitiven Abbau im Vergleich zur Gruppe ohne Antikoagulation (Differenz: 0,23 MMST-Punkte/Jahr); auch im Vergleich zur Warfarin-Gruppe schnitt die DOAK-Gruppe besser ab (0,21 MMST-Punkte/Jahr).
* Faktor-Xa-Hemmer Apixaban, Edoxaban und Rivaroxaban sowie Thrombinhemmer Dabigatran
Quelle: Zhu N et al. European Heart Journal 2026;00: 1-16. https://doi.org/10.1093/eurheartj/ehag584





