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ERSPC: PSA-Screening senkt spezifische Mortalität bei Prostatakarzinom

Blaues Band mit schwarzem Schnurrbart auf hellblauem Hintergrund, symbolisiert das Bewusstsein für Prostatakrebs.

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ERSPC: PSA-Screening senkt spezifische Mortalität bei Prostatakarzinom

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Die European Randomized Study of Screening for Prostate Cancer (ERSPC) startete 1993 in 8 europäischen Ländern mit dem Ziel, die Wirkung von prostataspezifischen Antigentests (PSA-Test) auf die Sterblichkeit bei Prostatakrebs zu bewerten. Da die Todesfälle durch Prostatakrebs weltweit wahrscheinlich steigen werden (höhere Lebenserwartung, Bevölkerungswachstum), ist eine Analyse der Langzeitergebnisse des Prostatakrebs-Screenings von großer Relevanz. In die Studie wurden in 8 europäischen Ländern unter der Leitung der Universität Rotterdam insgesamt 162.236 Männer eingeschlossen (zu Beginn 55 bis 69 Jahre) und randomisiert in 2 Gruppen aufgeteilt: die Screening-Gruppe erhielt wiederholte PSA-Tests, die Kontrollgruppe blieb ohne Screening. Als primärer Endpunkt wurde die Sterblichkeit durch Prostatakrebs definiert. Nach einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 23 Jahren war die prostata-bedingte Sterblichkeit in der Screening-Gruppe um 13% niedriger, die absolute Risikoreduktion betrug 0,22%. Die Langzeitanalyse bestätigt eine anhaltende Reduzierung der Prostata-bedingten Todesfälle durch den PSA-Test.

In Deutschland ist der PSA-Test derzeit noch keine gesetzliche Vorsorgeleistung, jedoch als individuelle Gesundheitsleistung möglich.

Quelle: Roobol MJ et al. N Engl J Med 2025; 393 (17):1669-1680. DOI: 10.1056/NEJMoa2503223

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