Ambulante Therapie bei Patientinnen und Patienten mit geringem Risiko für einen komplizierten Verlauf
Die febrile Neutropenie (FN) ist eine schwere Komplikation der Krebstherapie, die meist als Fieber unklarer Genese auftritt. Das Risiko für einen komplizierten Verlauf lässt sich anhand der Neutropeniedauer und des MASCC-Scores einschätzen. In allen Fällen ist ein engmaschiges klinisches Monitoring unerlässlich.
Zusammenfassung
Die febrile Neutropenie (FN) ist eine schwere Komplikation der Krebsbehandlung. Eine Verzögerung der therapeutischen Maßnahmen resultiert in komplizierten Verläufen mit erheblicher Letalität. Dauer der Neutropenie, Grunderkrankung, klinischer Status in der FN, Komorbidität und Compliance der Patientinnen und Patienten sind wesentliche Faktoren in der Abschätzung des Risikos für einen komplizierten Verlauf. Betroffene mit hohem Risiko mit einer zu erwartenden Neutropenie von >7 Tagen und diejenigen in klinisch unklarer und instabiler Situation müssen unter stationären Bedingungen versorgt werden. Für klinisch wenig symptomatische Patientinnen und Patienten mit kurzer Neutropeniedauer und einem stabilen Umfeld und guter Compliance ist eine ambulante Versorgung mit einer oralen Therapie möglich . Dabei ist das tägliche klinische Monitoring für alle Patientinnen und Patienten in FN unverzichtbar.
Autor: M. Sandherr
Der kostenpflichtige Originalbeitrag zu diesem Thema wurde veröffentlicht in internistische praxis 2026; 70 (2): 222–232.
ZUM VOLLSTÄNDIGEN, KOSTENPFLICHTIGEN ARTIKEL




