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Folgen von Essstörungen: Erhöhte Risiken nach Diagnose immer noch unterschätzt

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Folgen von Essstörungen: Erhöhte Risiken nach Diagnose immer noch unterschätzt

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Millionen von Menschen leiden weltweit unter Essstörungen, doch ihre langfristigen Folgen werden immer noch unterschätzt. Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass Personen mit Essstörungen ein deutlich höheres Risiko für körperliche Erkrankungen, psychiatrische Komorbidität und unnatürlichen Tod haben. Eine britische Studie lieferte nun Belege dazu. Die Forscher analysierten Daten von 24.709 Patienten mit diagnostizierter Essstörung (Quelle: britische Datenbank, Krankenhausakten, Sterbeurkunden; Zeitraum 1998 -2018). Darunter waren Patienten mit Anorexie (14,5%), Bulimie (20,5%), Binge-Eating (5%) sowie nicht näher spezifizierten Ernährungs- und Essstörungen (60%). Diese verglichen sie mit Daten von Personen ohne Essstörung.

Ergebnis: Patienten mit Essstörung hatten ein erhöhtes Risiko, insbesondere innerhalb der ersten 12 Monate nach der Diagnose, für Nierenversagen (6mal höher), Lebererkrankungen (fast 7mal höher), Diabetes (3mal höher), Osteoporose (6mal höher) und psychiatrische Störungen (z.B. Depressionen 7mal höher). In dieser Zeit hatten sie zudem ein höheres Sterblichkeitsrisiko (4mal höher) als die Kontrollgruppe und ein höheres Risiko für unnatürlichen Tod (5mal höher), wobei das Suizidrisiko alleine 14mal höher lag.

Quelle: Morgan C et al. BMJ Medicine 2025;4(1):e001438. https://doi.org/10.1136/bmjmed-2025-001438

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