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Gastrointestinale Blutung – supportive und interventionelle Therapie

Ein Arzt sieht auf einen Monitor während einer gastroskopischen Untersuchung, der Monitor ist verschwommenem im Hintergrund zu sehen.

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Gastrointestinale Blutung – supportive und interventionelle Therapie

Fachbeitrag

Allgemeinmedizin

Magen und Darm

mgb medizin Redaktion

Verlag

1 MIN

Erschienen in: internistische Praxis

Gastrointestinale Blutungen zählen zu den häufigen potenziell lebensbedrohlichen internistischen Notfällen. Dieser Beitrag gibt einen praxisnahen Überblick zur Epidemiologie, Diagnostik und den möglichen Behandlungsstrategien – von der Endoskopie bis zur interventionellen Radiologie.

Zusammenfassung

Gastrointestinale Blutungen zählen zu den häufigsten potenziell lebensbedrohlichen internistischen Notfällen und erfordern ein strukturiertes, interdisziplinäres Management. Von zentraler Bedeutung ist eine frühzeitige klinische Risikoabschätzung anhand von Anamnese, Symptomatik und Vitalparametern zur Steuerung der weiteren diagnostischen und therapeutischen Schritte. Wesentliche Therapieelemente sind die rasche hämodynamische Stabilisierung mittels Volumentherapie und gegebenenfalls Katecholaminen, eine supportive medikamentöse Behandlung einschließlich Transfusionen, Gerinnungsoptimierung und Protonenpumpeninhibition sowie die zeitnahe Endoskopie zur Diagnostik und Therapie. Die Varizenblutung bei Leberzirrhose wird neben Vasokonstriktortherapie und Notfallendoskopie auch mittels eines präemptiven transjugulären intrahepatischen portosystemischen Shunts (TIPS) behandelt. Bei endoskopisch nicht lokalisierbarer oder nicht beherrschbarer gastrointestinaler Blutung ist die interventionelle Angiografie indiziert. Chirurgische Verfahren bleiben der Ultima Ratio bei lebensbedrohlichen Blutungen vorbehalten, die weder endoskopisch noch interventionell-radiologisch kontrolliert werden können.

Autorin und Autoren: M. Aniko, K. Kouladouros, F. Tacke

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