Allgemeinmedizin » Psyche und Nerven

»

Echte Emotionen: Gehirn reagiert auf Emojis wie auf Gesichtsausdrücke

© ariyan - stock.adobe.com

Quelle: © ariyan - stock.adobe.com

Echte Emotionen: Gehirn reagiert auf Emojis wie auf Gesichtsausdrücke

Aktuelles

Allgemeinmedizin

Psyche und Nerven

mgb medizin Redaktion

Verlag

1 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Mit dem Aufkommen der digitalen Kommunikation wurden Emojis zur Übertragung von Emotionen in Online-Interaktionen etabliert. Doch wie verarbeitet das Gehirn solche abstrahierten emotionalen Ausdrücke im Vergleich zu echten Gesichtern? Die meisten Studien haben sich auf die Unterschiede zwischen Emoji- und Realface-Verarbeitung fokussiert. Inwieweit emotionale Ausdrucksformen dieser beiden Reiztypen auf gemeinsamen neuronalen Reaktionsmustern basieren, wurde bisher nicht untersucht. Britische Forscher haben jetzt mittels EEG-basierter multivariater Musteranalyse die neuronale Aktivität der emotionalen Ausdrucksverarbeitung in echten und in Emoji-Gesichtern untersucht. In zwei Experimenten betrachteten die Teilnehmer entweder reale Gesichtsausdrücke (glücklich, wütend, traurig, neutral) in echten Gesichtern (4 Frauen, 4 Männer, n = 24) oder Emojis mit emotionalen Ausdrücken (6 Plattformen, n = 25). Dabei wurden die neuronalen Aktivitäten per EEG aufgezeichnet. Ergebnis: Die Muster der Hirnaktivität in beiden Gruppen ähnelten sich sehr – insbesondere in den Regionen, die mit der Gesichtsverarbeitung in Verbindung stehen. Bereits nach rund 145 bis 160 Millisekunden reagierten die okzipitalen und parietalen Hirnregionen auf Emojis ähnlich schnell wie auf echte Gesichtsausdrücke.

Quelle: Ely MM et al. Psychophysiology 2026; 63(3):  e70268. https://doi.org/10.1111/psyp.70268.

Weitere Beiträge zu diesem Thema

© Anusorn - stock.adobe

Infektionen: Mit Asobiotika der Resistenzentwicklung einen Schritt voraus

Aktuelles

Asobiotika sind programmierbare Antibiotika, die mithilfe von Antisense-Oligonukleotiden essenzielle bakterielle Gene blockieren. Forschende untersuchten nun, wie sich resistente Bakterien an diese neue Wirkstoffklasse anpassen und welche Resistenzmechanismen dabei entstehen.

Allgemeinmedizin

Impfen und Infektionen

Beitrag lesen
© NeuroGraphix Studio - stock.adobe

MS: Antikörper gegen MLC1 bei NMOSD-ähnlicher Erkrankung entdeckt

Aktuelles

Forschende des LMU Klinikums haben bei einigen Patientinnen und Patienten mit MS oder MS-ähnlichen Erkrankungen Antikörper gegen das Protein MLC1 nachgewiesen. Die Ergebnisse könnten helfen, unterschiedliche entzündliche Autoimmunerkrankungen des zentralen Nervensystems besser voneinander abzugrenzen.

Allgemeinmedizin

Psyche und Nerven

Beitrag lesen
© mycteria - stock.adobe

Flughafenmalaria: Bei Patienten mit unklarem Fieber auch an Malaria denken!

Aktuelles

Mehrere Malariafälle im Umfeld des Frankfurter Flughafens zeigen, dass Malaria auch ohne Tropenaufenthalt auftreten kann. Bei unklarem Fieber, insbesondere bei Beschäftigten oder Anwohnern von Flughäfen, sollte die Erkrankung daher differenzialdiagnostisch berücksichtigt werden.

Allgemeinmedizin

Impfen und Infektionen

Beitrag lesen