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Harnwegsinfektionen: Direkte Urinanalyse beschleunigt Resistenztests deutlich 

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Harnwegsinfektionen: Direkte Urinanalyse beschleunigt Resistenztests deutlich 

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Nieren und Harnwege

mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Harnwegsinfektionen zählen mit jährlich rund 152 Millionen erkrankten Menschen weltweit zu den häufigsten bakteriellen Infektionen. Sie werden standardmäßig mit einem Schnelltest diagnostiziert, der erhöhte Nitrit- und Leukozytenzahlen im Urin misst. Anschließend wird häufig ein Breitband-Antibiotikum verordnet, ohne die genauen Erreger der Infektion zu bestimmen. Die dadurch oft falsche oder unnötige Verschreibung von Antibiotika verlängert die Behandlungszeit, erhöht das Risiko von Komplikationen und fördert die Entstehung von Antibiotikaresistenzen.

Forscher der Technischen Universität München (TUM) haben jetzt ein Verfahren zur Diagnostik von Harnwegsinfektionen entwickelt, das die Testung auf Antibiotikaresistenzen durch direkte Analyse im Urin deutlich beschleunigt. Da im Gegensatz zum Standardverfahren keine aufwändige Vorkultivierung der Bakterien nötig ist, liegen Ergebnisse zur Wirksamkeit von Antibiotika bereits einen Tag früher vor (vs. Laboranalysen 2-3 Tage). Ein Algorithmus berücksichtigt die tatsächliche Bakterienkonzentration im Urin und gleicht deren Einfluss auf die Hemmhöfe aus. Dadurch lassen sich Resistenzprofile zuverlässig und schnell bestimmen – Grundlage für eine zielgerichtete Therapie.

Literatur: Sabersky-Müssigbrodt H et al. Microbiology Spectrum 2025. https://doi.org/10.1128/spectrum.00888-25

Quelle: Pressemeldung Technische Universität München (TUM)

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