Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen leiden häufiger unter kardiovaskulären Begleit- und Folgekrankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzinsuffizienz, Rhythmusstörungen, Gefäßerkrankungen und thromboembolischen Ereignissen. Allerdings werden diese kardiovaskulären Risiken im Versorgungsalltag immer noch nicht ausreichend berücksichtigt. Jetzt hat die DGRh federführend in Zusammenarbeit mit relevanten Fachdisziplinen und der Deutschen Rheuma-Liga eine neue S3-Leitlinie „Management kardiovaskulärer Komorbiditäten entzündlich-rheumatischer Erkrankungen“ veröffentlicht. Darin sind praxisnahe Empfehlungen zu Vorbeugung, Diagnostik und Behandlung formuliert. Die Leitlinie soll helfen, Blutdruck, Blutfette, Diabetes, Rauchen, Übergewicht und weitere Risikofaktoren regelmäßig zu erfassen, konsequent zu behandeln und vermeidbare Herz-Kreislauf-Ereignisse zu verhindern. Die Empfehlungen richten sich an alle medizinischen Fachdisziplinen, die Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen versorgen. Berücksichtigt werden wichtige Erkrankungen wie entzündliche Arthritiden, Kollagenosen und Vaskulitiden sowie deren geschätztes Gesamtrisiko für Herz-Kreislaufereignisse, aber auch die Bedeutung der rheumatischen Entzündung selbst.
Die neue Leitlinie ist abrufbar unter: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/060-010 (AWMF- Register Nr. 060-010)

Quelle: Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e.V.





