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Karies und Parodontitis: Gemeinsames Auftreten steigert Schlaganfallrisiko stark

Ein Zahnarzt führt eine Parodontitis-Behandlung bei einem Patienten durch, mit Fokus auf Mundhygiene und Zahnpflege.

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Karies und Parodontitis: Gemeinsames Auftreten steigert Schlaganfallrisiko stark

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Parodontitis und Karies sind häufige orale Entzündungskrankheiten, die jede für sich bereits mit einem erhöhten Risiko für ischämischen Schlaganfall in Verbindung gebracht wird. Über die Auswirkungen auf das Schlaganfallrisiko, wenn beide Erkrankungen gleichzeitig auftreten, ist bisher wenig bekannt. US-Forscher haben jetzt in einer neuen Analyse der ARIC-Studie die Zusammenhänge von Parodontitis und Karies mit der Inzidenz eines Schlaganfalls sowie schwerwiegender kardiovaskulärer Ereignisse (MACEs) näher untersucht. Dazu werteten sie Daten von 5.986 ARIC-Studienteilnehmern (ohne vorbestehende vaskuläre und kardiale Ereignisse) aus, bei denen im Zeitraum 1996-98 zahnärztliche Untersuchungen durchgeführt wurden. Die Teilnehmer wurden nach Befund in 3 Gruppen eingestuft: gute Mundgesundheit (n=1.640), nur Parodontitis (n=3.151) bzw. Parodontitis mit Karies (n=1.195). Auftretende Schlaganfälle und MACEs wurden bis 2019 nach Aktenlage identifiziert. Die Inzidenz eines ischämischen Schlaganfalls lag in den 3 Gruppen bei 4,1%, 6,9% bzw. 10,0%. Gleichzeitiges Auftreten von Parodontitis und Karies war mit einem deutlich erhöhten Risiko für ischämischen Schlaganfall (86%) assoziiert und auch für MACEs war das Risiko erhöht (36%).

Quelle: Wood S et al.  Neurology Open Access 2025 1 (4) e000036.

https://doi.org/10.1212/WN9.0000000000000036

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