Allgemeinmedizin

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KI: The future ist now

KI im Gesundheitssystem

KI: The future ist now

Kongress

Allgemeinmedizin

mgb medizin Redaktion

Verlag

3 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Künstliche Intelligenz ist in der Medizin längst keine Zukunftsvision mehr, sondern beginnt, den klinischen  Alltag konkret zu verändern. KI-Systeme unterstützen bei der Dokumentation, analysieren große Datenmengen und helfen, Therapieentscheidungen individueller zu treffen.

Was vor wenigen Jahrzehnten noch als Vision galt, wird zunehmend Realität:
Dank Künstlicher Intelligenz wird die Zusammenarbeit von Arzt und Computer immer besser. „Wir stehen an einem Punkt, an dem digitale Systeme nicht mehr nur unterstützen, sondern aktiv in Prozesse eingreifen – etwa indem sie Dokumentation übernehmen oder Abläufe koordinieren“, sagt Professor Dr. Dr. med. Jens Kleesiek, Direktor des Instituts für Künstliche Intelligenz in der Medizin, Universitätsklinikum Essen und Universität Duisburg-Essen. „Das wird die medizinische Versorgung grundlegend verändern,“ sagt Kleesiek.Klassische Entscheidungsunterstützung im klinischen Alltag ist eine Aufgabe, die digitale Anwendungen heute längst zuverlässig übernehmen können. Noch mehr Potenzial misst der Essener Experte sogenannten agentischen Systemen bei. Anders als klassische KIAnwendungen, die vor allem analysieren oder unterstützen, können KI-Agenten eigenständig handeln: Sie erstellen beispielsweise Arztbriefe, organisieren Untersuchungen oder stoßen Prozesse aktiv an. Angesichts zunehmender Dokumentationspflichten, immer komplexerer Behandlungsprozesse und eines zunehmenden Fachkräftemangels werden digitale Lösungen so zu einem zentralen Baustein, wenn es um die Sicherung der Versorgung geht. „Ohne digitale Unterstützung werden wir die steigenden Anforderungen in der Versorgung künftig nicht mehr bewältigen können“, so der KI-Experte.


KI sinnvoll nutzen: Was Ärztinnen und Ärzte brauchen

Damit KI ihr Potenzial entfalten kann, braucht es vor allem qualitativ hochwertige, strukturierte und interoperable Daten. Moderne Standards wie Fast Healthcare Interoperability Resources (HL7, FHIR, OMOP Common Data Model) oder Digital Imaging and Communications in Medicine (DICOM) ermöglichen es, medizinische Informationen – von strukturierten Patientendaten bis hin zu Bilddaten – so aufzubereiten, dass sie auch für Maschinen nutzbar sind. Zudem braucht es eine leistungsfähige technische Infrastruktur mit Rechenzentren und sicheren Datenräumen – eine Voraussetzung, die laut Kleesiek entscheidend dafür ist, KI-Modelle nicht nur anzuwenden, sondern auch selbst zu entwickeln und zu trainieren. Entscheidend bleibt jedoch der Mensch: „Wir brauchen Ärztinnen und Ärzte mit medizinischer Expertise, die die Potenziale der Technologie verstehen und sie sinnvoll in ihren Prozessen einsetzen“, so Kleesiek. „Der Fortschritt wartet nicht. Jetzt kommt es darauf an, die Chancen aktiv zu ergreifen und diese Entwicklung im Sinne der Patientinnen und Patienten zu gestalten“, ergänzt Professor Dr. Georg Ertl, Generalsekretär der DGIM.

Quelle: Pressekonferenz beim DGIM 2026

Abb.: Suryo – stock.adobe.com

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