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Körpergeruch: „Der Mensch ist anatomisch fürs Riechen geschaffen“

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Körpergeruch: „Der Mensch ist anatomisch fürs Riechen geschaffen“

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Heutzutage wird Körpergeruch oft gleichgesetzt mit mangelnder Körperhygiene. Die Menschen waschen sich daher häufig, desodorieren und parfümieren sich täglich. Dabei gerät nach Auffassung von Mats J. Olsson, Professor für Experimentelle Psychologie aus Schweden, ein wesentlicher Aspekt in Vergessenheit: „Der menschliche Körper ist anatomisch fürs Riechen geschaffen.“ Er hat Schweiß- und Talgdrüsen an „strategischen“ Stellen und verfügt über einen Geruchssinn, der subtile Signale wahrnehmen kann. Die Nase funktioniert dabei wie ein Frühwarnsystem. Doch im modernen Alltag werden diese Signale durch allerlei Düfte überdeckt. Körpergeruch kann sich aber auch verändern, z.B. durch  Formularende

Stress, Hormone und Ernährung. In seinen Experimenten konnte Olsson zeigen, dass Menschen den Schweißgeruch kranker Personen erkennen können. Reagiert die Nase auf eindeutige Krankheitssignale, wird auch das Immunsystem aktiv. Die Wahrnehmung von Gerüchen gehöre demnach zum Schutzsystem unseres Körpers, Das deutet darauf hin, dass die menschliche Nase einige frühe Anzeichen einer Krankheit erkennen kann, noch bevor offensichtliche Symptome auftreten. Sind erst einmal die Moleküle identifiziert, die sich bei bestimmten Erkrankungen bilden, dann sei Körpergeruch ein durchaus verlässliches Diagnoseinstrument der Zukunft, so Olsson.

Quelle: Podcast „Strange Health“ by The Conversation UK

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