Die Lipoprotein-Apherese ist ein gut etabliertes extrakorporales Verfahren, das darauf ausgelegt ist, Lipoproteine – LDL, Lipoprotein(a), Fibrinogen, C-reaktives Protein (CRP) – aus dem menschlichen Blutkreislauf zu entfernen, insbesondere bei Patienten mit fortschreitenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wenn herkömmliche Behandlungen keine ausreichende Lipoproteinreduktion erreichen. Darüber hinaus können mittels Apherese auch pathogene Substanzen wie Autoantikörper und Immunkomplexe eliminiert werden. Neuere Forschungen sehen weiteres Potenzial in der Reduktion von Entzündungsmediatoren.
Jüngst fand jetzt eine internationale Studie Hinweise, dass mit der Lipoprotein-Apherese auch Umweltschadstoffe aus dem Blut herausgeschleust werden könnten.
34 Erwachsene, die aufgrund einer Lipidstoffwechselstörung oder Autoimmunerkrankung mit Doppelfiltrations-Plasmapherese behandelt wurden, nahmen an der Studie teil. Ergebnis: Massenspektroskopie konnte ein signifikanter Rückgang der Per- und Polyfluoroalkylsubstanzen (PFAS) Perfluoroctansäure, Perfluoroctansulfonsäure, Perfluornonansäure und Perfluorhexansulfonsäure um bis zu 76% nachgewiesen werden. PFAS fanden sich zudem auch im Eluat wieder, der Flüssigkeit, in der die ausgewaschenen Schadstoffe aufgefangen und verworfen werden.
Publikation: Bornstein S et al. Brain Health 2026, DOI: 10.61373/bh026a.0024.
Quelle: Pressemitteilung Technische Universität (TU) Dresden





