Für Patienten mit Typ-2-Diabetes gibt es zur Gewichtsreduktion mittlerweile verschiedene Ernährungskonzepte. Das Konzept der Deutschen Gesellschaft für Ernährung basiert auf vielen Kohlenhydraten, aber wenig Fett bzw. fettreiche Lebensmittel. Einen ganz anderen Ansatz verfolgt die Low-Insulin-Methode, die am Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrum (WDGZ) unter der Leitung von Prof. Dr. med. Stephan Martin angewandt wird. Im Zentrum dieses neuen Ansatzes steht der weitgehende Verzicht auf Kohlenhydrate zugunsten einer lipidbetonten (fett- und proteinreichen) Ernährung, um die Insulinausschüttung zu minimieren und eine Remission des Typ-2-Diabetes zu erreichen. Die Methode beruht auf der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass die weltweite Gewichtszunahme durch das körpereigene Hormon Insulin ausgelöst wird. Insulin senkt zwar Blutzuckerwerte, hat aber auch einen negativen Effekt: Es blockiert die Fettverbrennung. Demnach führt nicht das Fett in der Nahrung zu Übergewicht, sondern das Insulin, beschreibt das WDGZ die Methode auf seiner Webseite.
Die Wirksamkeit der Low-Insulin-Methode wurde in klinischen Studien nachgewiesen. Im Mittel verlieren die Teilnehmer in den ersten 12 Wochen 8-10 kg Gewicht und können das Gewicht auch in den folgenden Monaten halten.
Quelle: Westdeutsches Diabetes- und Gesundheitszentrum (WDGZ)





