Allgemeinmedizin » Atemwege

»

Lungenkrebs: Risiko bei Rauchern nach negativem Low-Dose-CT langfristig erhöht

© Minerva Studio - stock.adobe.com

Quelle: © Minerva Studio - stock.adobe.com

Lungenkrebs: Risiko bei Rauchern nach negativem Low-Dose-CT langfristig erhöht

Aktuelles

Allgemeinmedizin

Atemwege

mgb medizin Redaktion

Verlag

1 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Seit April 2026 gibt es auch in Deutschland ein strukturiertes Lungenkrebs-Früherkennungsprogramm, das auf einem niedrigdosierten Computertomographie-(LDCT)-Screening im jährlichen Turnus basiert. Es soll über die frühe Diagnose bei starken (Ex-) Rauchern (50-75 Jahre) die Sterblichkeit senken. Allerdings liefern, wie Erfahrungen anderer Länder zeigen, etwa 80% der Ausgangsuntersuchungen negative Befunde. Das langfristige LC-Risiko konnte in diesen Fällen bisher nicht quantifiziert werden, was eine eventuell notwendige evidenzbasierte Anpassung der Überwachungsintervalle erschwert. Chinesische Forscher untersuchten jetzt den Zusammenhang zwischen Rauchexposition (Status, Packungsjahre und LC-Inzidenz) bei 30.565 Teilnehmern und charakterisierten die zeitliche Entwicklung des LC-Risikos nach negativen LDCT-Befunden. Demnach hatten Raucher, insbesondere solche mit einer Rauchhistorie von 20 Packungsjahren oder mehr, ein signifikant höheres langfristiges LC-Risiko als Nieraucher, das aber erst ab dem 3. Jahr nach dem Screening signifikant war. Frauen zeigten bei vergleichbarer Exposition ein höheres LC-Risiko. Die Autoren leiten daraus die Notwendigkeit ab, anfängliche Überwachungsintervalle zu verlängern und eine personalisierte Nachbeobachtung anzuschließen.

Quelle: Liu Y et al.  JAMA Netw Open 2026;9(3):e261913. doi:10.1001/jamanetworkopen.2026.1913

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Verkehrsschild mit Tempo 30 Lärmschutz an befahrener Straße in einem Wohngebiet

Lärmbelastung durch den Verkehr als kardiovaskulärer Risikofaktor

Fachbeitrag

Lärmbelastung durch Auto-, Schienen- und Flugverkehr ist ein Umweltfaktor mit kardiovaskulärer Relevanz. Insbesondere eine nächtliche Exposition fördert unter anderem durch Schlafstörungen und wiederholte Stressreaktionen die Entstehung vaskulärer und metabolischer Erkrankungen. Mehr zum kostenpflichten Artikel (inkludiert im Abo der internistischen praxis)

Allgemeinmedizin

Sonstiges

Beitrag lesen
Symbolbild für Diversität

Diversitätsmedizin„Willst du mich behandeln, musst du wissen, wer ich bin“

Fachbeitrag

Im Praxisalltag können verschieden Aspekte von Diversität unbewusst Einfluss auf die Behandlung haben. Wichtig ist, den Kontext, in dem eine medizinische Situation entstanden ist, zu verstehen und für die Therapie zu berücksichtigen. Dabei kann das Rad der Sichtbarkeit als neues wissenschaftliches Instrument zur Berücksichtigung von Diversitätsmerkmalen unterstützen.

Allgemeinmedizin

CME

Beitrag lesen
Knochenmarkuntersuchung mit mikroskopischem Bild eines schwelenden oder frühen multiplen Myeloms.

Wann ist eine Therapie beim Smoldering Myelom sinnvoll?

Fachbeitrag

Beim Smoldering Myelom rücken Indikationsstellung, Risikostratifizierung und der potenzielle Nutzen einer frühzeitigen Therapie zunehmend in den Fokus. Es wird der aktuelle Kenntnisstand zum Smoldering Myelom zusammengefasst und die potenziellen Therapieoptionen dargestellt.

Allgemeinmedizin

Onkologie

Beitrag lesen