Allgemeinmedizin » Herz und Kreislauf

»

Nicht-fermentierte Milch: Hoher Konsum erhöht kardiovaskuläres Risiko – aber nur bei Frauen

© 2rogan_stock.adobe.com

Nicht-fermentierte Milch: Hoher Konsum erhöht kardiovaskuläres Risiko – aber nur bei Frauen

Aktuelles

Allgemeinmedizin

Herz und Kreislauf

1 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Gesunde Ernährung kann vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. Welche Wirkung Milch und Milch­produkte haben, ist noch nicht eindeutig belegt. Die konsumierte Menge scheint dabei eine Rolle zu spielen. Während hierzulande der Milchkonsum rückläufig ist, verzeichnet Skandinavien einen deutlich höheren Verbrauch. Schwedische Forscher wollten daher wissen, wie sich der Konsum von nicht-fermentierter Milch (Kohorte 1) und fermentierten Milchprodukten (Kohorte 2) auf die kardiovaskuläre Gesundheit auswirkt. Sie analysierten Daten von insgesamt 100.775 schwedischen Teilnehmern über einen Zeitraum von 33 Jahren. Neben der Erfassung von Ernährungs- und Lebensstilfak­to­ren bzw. Entnahme von Blutproben, machten sie auch Angaben zur konsumierten Menge an fermentierter und nicht-fermentierte Milch.

Ergebnis: mehr als 300 ml nicht-fermentierter Milch / Tag kann – unabhängig vom Fettgehalt – das kardiovaskuläre Risiko erhöhen, jedoch nur bei Frauen: sie zeigten bei dieser Menge höhere Raten an ischämischer Herzkrankheit sowie akutem Myokardinfarkt. Der Verzehr fermentierter Milchprodukte ging dagegen nicht mit höheren kardialen Risiken einher.

Quelle: Michaëlsson K et al. BMC Med 2024; 22:483. https://doi.org/10.1186/s12916-024-03651-1 

Bildquelle: © 2rogan – stock.adobe.com

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Verkehrsschild mit Tempo 30 Lärmschutz an befahrener Straße in einem Wohngebiet

Lärmbelastung durch den Verkehr als kardiovaskulärer Risikofaktor

Fachbeitrag

Lärmbelastung durch Auto-, Schienen- und Flugverkehr ist ein Umweltfaktor mit kardiovaskulärer Relevanz. Insbesondere eine nächtliche Exposition fördert unter anderem durch Schlafstörungen und wiederholte Stressreaktionen die Entstehung vaskulärer und metabolischer Erkrankungen. Mehr zum kostenpflichten Artikel (inkludiert im Abo der internistischen praxis)

Allgemeinmedizin

Sonstiges

Beitrag lesen
Symbolbild für Diversität

Diversitätsmedizin„Willst du mich behandeln, musst du wissen, wer ich bin“

Fachbeitrag

Im Praxisalltag können verschieden Aspekte von Diversität unbewusst Einfluss auf die Behandlung haben. Wichtig ist, den Kontext, in dem eine medizinische Situation entstanden ist, zu verstehen und für die Therapie zu berücksichtigen. Dabei kann das Rad der Sichtbarkeit als neues wissenschaftliches Instrument zur Berücksichtigung von Diversitätsmerkmalen unterstützen.

Allgemeinmedizin

CME

Beitrag lesen
Knochenmarkuntersuchung mit mikroskopischem Bild eines schwelenden oder frühen multiplen Myeloms.

Wann ist eine Therapie beim Smoldering Myelom sinnvoll?

Fachbeitrag

Beim Smoldering Myelom rücken Indikationsstellung, Risikostratifizierung und der potenzielle Nutzen einer frühzeitigen Therapie zunehmend in den Fokus. Es wird der aktuelle Kenntnisstand zum Smoldering Myelom zusammengefasst und die potenziellen Therapieoptionen dargestellt.

Allgemeinmedizin

Onkologie

Beitrag lesen