Allgemeinmedizin » Diabetes

»

Prädiabetes: Mehr als nur Vorläufer von Typ-2-Diabetes

© wladimir1804 - stock.adobe.com

Quelle: © wladimir1804 - stock.adobe.com

Prädiabetes: Mehr als nur Vorläufer von Typ-2-Diabetes

Aktuelles

Allgemeinmedizin

Diabetes

mgb medizin Redaktion

Verlag

1 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Prädiabetes wird oft als ein einheitlicher Vorläufer des Typ-2-Diabetes (T2D) verstanden. Das Krankheitsbild ist jedoch nicht einheitlich, sondern vielmehr ein heterogener Risikozustand. So wird Prädiabetes zwar über Glukosewerte definiert. Die zugrunde liegenden Mechanismen – verminderte Insulinsekretion, Insulinresistenz, viszerale Adipositas, Fettleber, genetische Prädisposition – können jedoch sehr unterschiedlich sein. Zudem entwickeln nicht alle Menschen mit Prädiabetes T2D oder Folgeerkrankungen. Bei einem Teil der Betroffenen ist Prädiabetes jedoch Ausdruck klinisch relevanter pathophysiologischer Prozesse, die bereits vor der Diabetesdiagnose mit einem erhöhten Risiko für Komplikationen einhergehen können. Viele Komplikationen entstehen aber nicht ausschließlich durch hohe Blutzuckerwerte. Die aktuellen Glukosegrenzwerte bleiben dennoch wichtig, auch wenn der Blutzucker eventuell schon unterhalb der Diabetesgrenze prognostische Bedeutung haben kann. Gleichzeitig erklären Glukosewerte allein nicht, warum manche Menschen früh Komplikationen entwickeln und andere über Jahre stabil bleiben.

Mittlerweile wurden bereits mehrere Subtypen eines prädiabetischen Stoffwechsels charakterisiert, die sich an den zugrunde liegenden Mechanismen orientieren.

Quelle: Statement M. Heni, Kongress-Pressekonferenz, 15. Mai 2026, 60. Diabetes Kongress der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)

Weitere Beiträge zu diesem Thema

© Zaiseefa - stock.adobe.com

COPD: Exazerbationen und Multimorbidität erfolgreich vermeiden

Fachbeitrag

COPD-Exazerbationen treiben Lungenfunktionsverlust und Sterblichkeit – Prävention ist daher zentral. Neben Rauchstopp und Triggerkontrolle rücken antiinflammatorische Strategien in den Fokus: ICS und bei persistierenden Exazerbationen auch Biologika (u. a. Dupilumab, Mepolizumab). Wichtig ist zudem Multimorbidität, v. a. kardiovaskuläre Risiken, aktiv zu erkennen. Pneumologische Reha nach Hospitalisierung wird empfohlen, bleibt aber stark untergenutzt.

Allgemeinmedizin

Atemwege

Beitrag lesen
© aFotostock – stock.adobe.com

Asthma bronchiale bei Kindern und Jugendlichen: Nicht-medikamentöse Therapie

Fachbeitrag

Asthma bei Kindern und Jugendlichen: Neben Medikamenten entscheiden nicht‑medikamentöse Maßnahmen über den Langzeiterfolg. Zentral sind Auslöser meiden, die passende Inhalationshilfe wählen und die Technik konsequent schulen (z. B. Dosieraerosol mit Spacer – auch im Notfall). Strukturierte Asthmaschulungen (DMP) und bei schweren Verläufen stationäre Reha sichern Kontrolle und beugen Eskalationen vor.

Allgemeinmedizin

Atemwege

Beitrag lesen
© Halfpoint – stock.adobe.com

AID-Systeme in der Diabetestherapie: Fortschritt und Versorgungsrealität

Fachbeitrag

AID-Systeme (Automated Insulin Delivery) sind in der Typ‑1‑Diabetestherapie auf dem Weg zum Standard: Der dt report 2026 nennt knapp 50 % Nutzung, Tendenz steigend. Gleichzeitig zeigt sich das „AID‑Paradox“: Trotz Automatisierung steigt der Zeitaufwand durch Verbindungs- und Katheterprobleme. Praxen leisten Mehrarbeit ohne passende Vergütung – nötig sind interoperable Technik und neue Schulungskonzepte.

Allgemeinmedizin

Diabetes

Beitrag lesen