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Prädiabetes: Mehr als nur Vorläufer von Typ-2-Diabetes

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Prädiabetes: Mehr als nur Vorläufer von Typ-2-Diabetes

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Prädiabetes wird oft als ein einheitlicher Vorläufer des Typ-2-Diabetes (T2D) verstanden. Das Krankheitsbild ist jedoch nicht einheitlich, sondern vielmehr ein heterogener Risikozustand. So wird Prädiabetes zwar über Glukosewerte definiert. Die zugrunde liegenden Mechanismen – verminderte Insulinsekretion, Insulinresistenz, viszerale Adipositas, Fettleber, genetische Prädisposition – können jedoch sehr unterschiedlich sein. Zudem entwickeln nicht alle Menschen mit Prädiabetes T2D oder Folgeerkrankungen. Bei einem Teil der Betroffenen ist Prädiabetes jedoch Ausdruck klinisch relevanter pathophysiologischer Prozesse, die bereits vor der Diabetesdiagnose mit einem erhöhten Risiko für Komplikationen einhergehen können. Viele Komplikationen entstehen aber nicht ausschließlich durch hohe Blutzuckerwerte. Die aktuellen Glukosegrenzwerte bleiben dennoch wichtig, auch wenn der Blutzucker eventuell schon unterhalb der Diabetesgrenze prognostische Bedeutung haben kann. Gleichzeitig erklären Glukosewerte allein nicht, warum manche Menschen früh Komplikationen entwickeln und andere über Jahre stabil bleiben.

Mittlerweile wurden bereits mehrere Subtypen eines prädiabetischen Stoffwechsels charakterisiert, die sich an den zugrunde liegenden Mechanismen orientieren.

Quelle: Statement M. Heni, Kongress-Pressekonferenz, 15. Mai 2026, 60. Diabetes Kongress der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)

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