Die interstitielle Lungenerkrankung (ILD) ist eine potenziell lebensbedrohliche extraartikuläre Manifestation der rheumatoiden Arthritis (RA) mit hoher Sterblichkeit und Morbidität. Das frühzeitige Erkennen des Fortschreitens einer RA-ILD ist daher von großer Relevanz, um daran orientiert die DMARD-Therapie individuell anzupassen. Wiederholte hochauflösende Computertomographie (HRCT) spielt eine entscheidende Rolle bei der Erkennung und der Bestimmung des radiologischen Verlaufs. Da HRCT-Scans jedoch mit Strahlung verbunden sind, könnte die häufige Anwendung das Risiko einer Malignität erhöhen.
In jüngster Zeit bietet sich der Lungenultraschall (LUS) als mögliches strahlungsfreies Screening-Tool an. Im LUS gelten B-Linien als eindeutiger Befund für RA-ILD sowie für andere interstitielle Syndrome.
Belgische Forscher bewerteten im Rahmen einer prospektiven Pilotstudie die Rolle von LUS bei der Überwachung des radiologischen Fortschreitens und der Entwicklung neuer interstitieller Lungenanomalien (ILAs), insbesondere ILD.
Danach kann LUS ein nützliches, strahlungsfreies Instrument sein, um den radiologischen Verlauf von ILAs, speziell ILD bei RA zu überwachen und vorherzusagen.
Quelle: Vermant M et al. Arthritis Rheumatol 2026, 0(0):1–11. https://doi.org/10.1002/art.70161



