Allgemeinmedizin » Herz und Kreislauf

»

Rauchstopp: Effekt auf kardiovaskuläres Risiko abhängig von Rauchlast

© SENTELLO_stock.adobe.com

Rauchstopp: Effekt auf kardiovaskuläres Risiko abhängig von Rauchlast

News

Allgemeinmedizin

Herz und Kreislauf

1 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Rauchen zählt zu den wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD). Zur CVD-Prävention ist den Leitlinien zufolge eine Raucherentwöhnung Mittel der Wahl. Die Effekte eines Rauchstopps auf das kardiovaskuläre Risiko sind jedoch gerade im Hinblick auf die lebenslange Rauchbelastung (Packungsjahre, PY) und die zeitliche Veränderung des Risikos noch nicht vollständig geklärt. Südkoreanische Forscher haben nun diese Zusammenhänge genauer untersucht. Sie nutzten dazu die Daten von 5,3 Mio Versicherten der staatlichen Krankenversicherung. Ergebnis: Ex-Raucher, die < 8 PY an lebenslanger Rauchbelastung zu verbuchen hatten, wiesen im Vergleich zu Nichtrauchern kein signifikant erhöhtes CVD-Risiko auf. Bei Ex-Rauchern mit ≥ 8 PY dauerte es jedoch mehr als 25 Jahre, bis sich das erhöhte CVD-Risiko wieder normalisierte. Im Vergleich zu Rauchern war das kardiovaskuläre Risiko von Ex-Rauchern mit ≥ 8 PY 20 Jahre lang sehr ähnlich. War die Rauchlast bei Ex-Rauchern < 8 PY, war auch das CVD-Risiko nach 20 Jahren signifikant niedriger als bei Rauchern. Eine Rauchlast von weniger oder mehr als 8 Packungsjahren bestimmt demnach – unabhängig vom Raucherstatus – den Effekt eines Rauchstopps auf das kardiovaskuläre Risiko.

Quelle: Cho JH et al. JAMA Netw Open 2024;7(11):e2442639. doi:10.1001/jamanetworkopen.2024.42639

Bildquelle:© SENTELLO – stock.adobe.com

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Auf dem Bild sitzt eine junge schwangere Frau auf einem Sessel neben einem Arzt, der ihr gerade Blut abnehmen möchte.

Schilddrüsenfunktion und -hormonsubstitution rund um die Schwangerschaft

Fachartikel

In der Schwangerschaft steigt der Schilddrüsenhormonbedarf deutlich. In diesem Artikel soll ein leitlinienorientierter Überblick entsprechend der neuen ATA-Guideline zur Interpretation der Schilddrüsenhormonwerte und Therapie gegeben werden.

Allgemeinmedizin

Stoffwechsel und Hormone

Beitrag lesen
Das Wort Lupus ist auf Holzblöcken zu sehen, daneben liegt ein Stethoskop und 2 Ampullen dahinter, hinten im Hintergrund sieht man unscharf eine Person an einer Tastatur sitzen.

Geschlechtersensible Medizin beim SLE

Fachartikel

Der systemische Lupus erythematodes (SLE) tritt zwar bei Frauen häufiger auf, doch Männer weisen dafür mehr schwere Organbeteiligung auf. Da SLE bei Männern und Frauen unterschiedlich verläuft, bedarf es einer gezielten Versorgung, die die Langzeitprognose aller Betroffenen entscheidend verbessern kann.

Allgemeinmedizin

Sonstiges

Beitrag lesen
© Pormezz - stock.adobe.com

DIE ZAHL

News

68% –so hoch ist der Anteil der Verbraucher, die imJahr 2025 bei einer Umfrage angaben, Alkohol zu konsumieren. Im Jahr 2015 lag dieser Anteil noch bei 78%. Demnach trinken Deutsche immer weniger Alkohol.

Allgemeinmedizin

Sonstiges

Beitrag lesen