27 Millionen – Das ist die Zahl der vertragsärztlichen Antibiotikaverordnungen im Jahr 2025 – ein deutlicher Rückgang um 11,5% gegenüber 2024 mit knapp 30,5 Millionen. Damit sind die Verordnungen erstmals seit Ende der Corona-Pandemie wieder unter den Wert von 2019 gesunken. Das geht aus einer aktuellen Analyse der vertragsärztlichen Arzneiverordnungsdaten (2016 bis 2025) des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hervor. Zwischen 2016 und 2019 sind die Verordnungen kontinuierlich von etwa 34 Millionen auf 29 Millionen zurückgegangen. Mit Beginn der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen sanken die Verordnungszahlen deutlich auf knapp 21,5 Millionen (2020) bzw.19,5 Millionen (2021). Mit dem Ende der Schutzmaßnahmen nahm die Krankheitslast durch Infektionskrankheiten in der Bevölkerung ab 2022 wieder deutlich zu und damit auch die Verordnungszahlen.
Die Entwicklung zeige, so Dr. Dominik von Stillfried, Zi-Vorstandsvorsitzende, dass niedergelassene Ärzte Antibiotika in der Regel überaus sorgsam und verantwortungsbewusst verordnen. Das schlage sich auch in der Wirkstoffwahl nieder. So sind z.B. Verordnungen von Fluorchinolonen bei unkomplizierten Harnwegsinfektionen im Vergleich zu 2015, wo noch 36% der Patienten mit unkompliziertem Harnwegsinfekt ein Fluorchinolon erhielten, auf nur noch rund 6% im Jahr 2024 gesunken.
Quelle: Pressemeldung Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi)





