Schilddrüsenkrebs zählt in vielen Industrienationen zu den 12 häufigsten Krebsarten, mit einem kontinuierlichen Anstieg an Neuerkrankungen. Auffällig: Frauen erkranken fast 3-mal so häufig wie Männer. Zahlreiche Risikofaktoren stehen in Zusammenhang mit Schilddrüsenkrebs, allen voran die Strahlenexposition (s. Kasten). Bereits 5 Jahre nach einer Strahlentherapie kann es zu bösartigen Veränderungen der Schilddrüse kommen. Auch der Kontakt mit radioaktivem Fallout wird mit einem erhöhten Risiko für Schilddrüsenkrebs in Verbindung gebracht
Schilddrüsenkrebs zeigt sich häufig als hormonell inaktiver („kalter“) Schilddrüsenknoten – und dann oft als Zufallsbefund. Doch es gibt Merkmale bei Schilddrüsenknoten, die auf eine bösartige Veränderung hinweisen können, auf die man besonders achten sollte. So besteht bei Vorliegen einzelner (solitärer) Knoten ein erhöhtes Risiko insbesondere bei Patienten < 30 und > 60 Jahren. Zunehmendes z.T. rasches Wachstum des Knotens bzw. derbe, schlecht verschiebliche Knoten deuten ebenfalls auf eine maligne Form hin. Bösartige Knoten sind meist schmerzlose Schwellungen. Treten plötzlich Schmerzen auf, ist eher von einer gutartigen Ursache auszugehen. Vorsicht auch bei anhaltender Heiserkeit oder anderen Stimmveränderungen sowie persistierendem Husten und Schluckbeschwerden.
Risikofaktoren für die Entstehung von Schilddrüsenkrebs
- Strahlenexposition
- Alter zwischen 25 und 65 Jahren,
- weibliches Geschlecht,
- geringe Jodzufuhr über die Ernährung,
- familiäre Vorbelastung mit Schilddrüsenerkrankungen, etwa beim familiären medullären Schilddrüsenkarzinom (FMTC),
- Multiples endokrines Neoplasie-Syndrom Typ 2 (MEN 2),
- Kropf (Struma),
- asiatische Abstammung.
Für weitere Informationen ist die aktuelle Leitlinie „Schilddrüsenkarzinom“ abrufbar unter: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/031-056OL.

Quelle: Diashow: Schilddrüsenkrebs – Warnzeichen, die viele übersehen – Medscape – 07. Mai 2026





