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Schwere Infektionen: Erhöhtes Demenzrisiko unabhängig von Vorerkrankungen

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Schwere Infektionen: Erhöhtes Demenzrisiko unabhängig von Vorerkrankungen

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Impfen und Infektionen

mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Personen mit schweren Infektionen und erforderlicher stationärer Behandlung haben ein höheres Demenzrisiko als Personen ohne Infektionen. Möglicherweise können verschiedene Infektionsarten, d.h. mehrere unterschiedliche Krankheitserreger zur Neurodegeneration beitragen. Wie dies geschieht, ist noch weitgehend unklar. Andererseits sind vorbestehende Erkrankungen wie Gebrechlichkeit oder andere altersbedingte Komorbiditäten mit einem höheren Risiko für schwere Infektionen und Demenz assoziiert. Britische Forscher wollten nun wissen, inwieweit der Zusammenhang von schwerer Infektion und erhöhtem Demenzrisiko solche vorbestehenden Langzeiterkrankungen widerspiegelt, die Menschen für Infektionen und Demenz anfällig machen. Für ihre Multikohorten-Studie nutzten sie Daten aus der UK Biobank-Studie (449.223 Teilnehmer) und der Whitehall-II-Studie (6.106 Teilnehmer) mit 5-jährigem Expositionszeitraum.

Ergebnis: Schwere Infektionen, die eine Krankenhausbehandlung erfordern, waren mit einem erhöhten Risiko für Demenz assoziiert, und dies unabhängig von vorbestehender Gebrechlichkeit, Komorbiditäten oder anderen altersbedingten Erkrankungen. Diese waren zwar ebenfalls mit einem höheren Demenzrisiko verbunden, erklärten den Autoren zufolge jedoch nicht das erhöhte Demenzrisiko nach schweren Infektionen.

Quelle: Sipilä P et al. Lancet Healthy Longev 2026; 7: 100826 Published online first. https://doi.org/10.1016/ j.lanhl.2026.100826

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