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Spontane Koronardissektion – Update Diagnostik und Management

Eine junge Frau mit Schmerzen in der Brust hält sich mit schmerzverzerrtem Gesicht eine Hand an die Brust.

Quelle: © 9nong – stock.adobe.com

Spontane Koronardissektion – Update Diagnostik und Management

Fachbeitrag

Allgemeinmedizin

Herz und Kreislauf

mgb medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: internistische Praxis

Die spontane Koronardissektion ist eine nichtatherosklerotische Ursache des akuten Koronarsyndroms. Die Therapie sollte primär konservativ-medikamentös sein, da es in 90 % zu einer spontanen Abheilung der Dissektion kommt. Studien sind nötig für ein besseres Pathogenese-Verständnis und evidenzbasierte Therapiestrategien.

Zusammenfassung

Die spontane Koronararteriendissektion (SCAD) ist eine vermehrt wiedererkannte Krankheitsentität, bei welcher eine Einblutung in die Koronarwand zur myokardialen Ischämie führt. Betroffen sind überwiegend jüngere Frauen (in 9 von 10 Fällen), häufig ohne ausgeprägte kardiovaskuläre Risikofaktoren. Die invasive Koronarangiografie stellt den Goldstandard in der Diagnostik dar. Das Langzeit-Outcome ist gut, jedoch treten insbesondere in der frühen Phase nach der Dissektion (bis etwa 90 Tage) Komplikationen und Rezidivereignisse auf. In rund 90 % der Fälle ist eine primär konservativ-medikamentöse Therapie möglich, da das intramurale Hämatom (IMH) häufig spontan abheilt. Thromobozytenaggregationshemmer und Betablocker werden am häufigsten eingesetzt, randomisiert-kontrollierte Studiendaten fehlen jedoch. Insbesondere sollte die Nutzung einer duale Thrombozytenaggregationshemmung (DAPT) bei dieser Erkrankung, welche primär durch eine intramurale Blutung entsteht, aufgrund ungünstiger Registerdaten individuell kritisch abgewogen werden. Eine interventionelle bzw. operative Revaskularisierung ist möglich und bei anhaltender Ischämie, hämodynamischer Instabilität oder Hochrisikoläsionen mit proximaler Gefäßbeteiligung indiziert. Jedoch ist bei den invasiven Therapieoptionen eine vergleichsweise hohe Komplikationsrate und niedrigere Erfolgswahrscheinlichkeit beschrieben.

Autoren: B. Bay, P. Clemmensen, C. Magnussen

Der kostenpflichtige Originalbeitrag zu diesem Thema wurde veröffentlicht in internistische praxis 2026; 70 (1): 1–9.

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