Allgemeinmedizin » Diabetes

»

Typ-2-Diabetes: Erhöhtes Risiko für Geruchs- und Geschmacksstörungen

© DimaBerlin - stock.adobe.com

Quelle: © DimaBerlin - stock.adobe.com

Typ-2-Diabetes: Erhöhtes Risiko für Geruchs- und Geschmacksstörungen

Aktuelles

Allgemeinmedizin

Diabetes

mgb medizin Redaktion

Verlag

1 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Menschen mit Typ-2-Diabetes leiden fast dreimal häufiger unter Riech- und Geschmacksstörungen als Gesunde. Folge kann ein verändertes Essverhalten sein, das sich möglichweise auf das Darmmikrobiom auswirkt. Deutsche Forscher haben jetzt die Zusammenhänge von T2D, chemosensorischen Störungen und einer Dysbiose des Darmmikrobioms genauer untersucht. An der Studie nahmen 146 Erwachsenen (66 mit T2D, 80 Kontrollpersonen) teil. Neben Untersuchungen zu Geschmack und Geruch, erfolgte auch eine Bewertung des Neuropathie-Status sowie eine Analyse des Darmmikrobioms. Ergebnis: Teilnehmer mit T2D wiesen signifikant niedrigere Geschmacks- sowie Geruchswerte auf. Auch Störungen von Geruch und Geschmack traten bei ihnen häufiger auf, ebenso wie neuropathische Störungen. Nach Adjustierung um Alter, Geschlecht, Adipositas und COVID-Vorgeschichte erwies sich T2D als unabhängiger Prädiktor für Geruchs- sowie Geschmacksstörungen. Die Analyse des Darmmikrobioms ergab eine veränderte Zusammensetzung: Faecalibacterium, Anaerostipes, Agathobacter und Blautia waren verringert, Enterobacteriaceae und Escherichia–Shigella dagegen vermehrt. Eine chemosensorische Dysfunktion beschreibt den Wissenschaftlern zufolge einen metabolischen Mikrobiom-Phänotyp mit glykämischer Belastung, neuropathischen Störungen und Darmdysbiose.

Quelle: Kopanos S et al. AbstractDDG 2026. Diabetologie und Stoffwechsel 2026; 21(S 01): S66-S67. DOI: 10.1055/s-0046-1819973

Weitere Beiträge zu diesem Thema

© Anusorn - stock.adobe

Infektionen: Mit Asobiotika der Resistenzentwicklung einen Schritt voraus

Aktuelles

Asobiotika sind programmierbare Antibiotika, die mithilfe von Antisense-Oligonukleotiden essenzielle bakterielle Gene blockieren. Forschende untersuchten nun, wie sich resistente Bakterien an diese neue Wirkstoffklasse anpassen und welche Resistenzmechanismen dabei entstehen.

Allgemeinmedizin

Impfen und Infektionen

Beitrag lesen
© NeuroGraphix Studio - stock.adobe

MS: Antikörper gegen MLC1 bei NMOSD-ähnlicher Erkrankung entdeckt

Aktuelles

Forschende des LMU Klinikums haben bei einigen Patientinnen und Patienten mit MS oder MS-ähnlichen Erkrankungen Antikörper gegen das Protein MLC1 nachgewiesen. Die Ergebnisse könnten helfen, unterschiedliche entzündliche Autoimmunerkrankungen des zentralen Nervensystems besser voneinander abzugrenzen.

Allgemeinmedizin

Psyche und Nerven

Beitrag lesen
© mycteria - stock.adobe

Flughafenmalaria: Bei Patienten mit unklarem Fieber auch an Malaria denken!

Aktuelles

Mehrere Malariafälle im Umfeld des Frankfurter Flughafens zeigen, dass Malaria auch ohne Tropenaufenthalt auftreten kann. Bei unklarem Fieber, insbesondere bei Beschäftigten oder Anwohnern von Flughäfen, sollte die Erkrankung daher differenzialdiagnostisch berücksichtigt werden.

Allgemeinmedizin

Impfen und Infektionen

Beitrag lesen