Störungen des zirkadianen Rhythmus, wie z.B. durch Schichtarbeit, unregelmäßige Schlafzeiten und späte Mahlzeiten sind mit einem Risiko für die kardiometabolische Gesundheit verbunden. So werden z.B. kurze, aber auch lange Schlafzeiten mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD) in Verbindung gebracht. Eine finnische Studie kam jetzt zu dem Schluss, dass ein unregelmäßiger Schlafrhythmus* – je nach Gesamtschlafdauer – das Risiko einer CVD nahezu verdoppeln kann. Die Studie umfasste 3.231 Probanden einer Geburtskohorte von 1966, die 2012 an Untersuchungen teilnahmen, bei denen auch Einschlaf- und Aufwachzeiten erfasst wurden. In einer 10-jährigen Nachbeobachtung wurden schwere kardiale Ereignisse protokolliert und mit den Schlafdaten abgeglichen.
Ergebnis: Bei den Teilnehmern im mittleren Lebensalter mit einer Schlafdauer unter 8 Stunden war eine unregelmäßige Schlafenszeit mit einem erhöhten CVD-Risiko von rund 50% verbunden. Dagegen war bei Menschen mit vergleichbarer Schlafdauer, aber regelmäßigem Schlafrhythmus kein erhöhtes Risiko zu beobachten. Bei Personen, die länger als die mittlere Schlafdauer (7h:56min) schliefen, wirkte sich eine regelmäßige Schlafenszeit nur gering auf das kardiovaskuläre Risiko aus.
*unregelmäßig bedeutet rund ±108 Minuten Abweichung, mittelmäßig bei ±59 Minuten, regelmäßig bei ±33 Minuten
Quelle: Nauha L et al. BMC Cardiovasc Disord 2026. 26 (299). https://doi.org/10.1186/s12872-026-05762-4



