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Neue DDG-Präsidentin: Prof. Dr. med. Julia Szendrödi

Prof. Dr. med. Andreas Fritzsche übergibt die DDG-Präsidentschaft an Prof. Dr. med. Julia Szendrödi

Neue DDG-Präsidentin: Prof. Dr. med. Julia Szendrödi

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Erschienen in: diabetes heute

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat mit Prof. Dr. Julia Szendrödi eine neue Präsidentin. Die Ärztliche Direktorin der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie, Stoffwechselkrankheiten und Klinische Chemie am Universitätsklinikum Heidelberg übernimmt das Amt für zwei Jahre. Szendrödi, Fachärztin für Innere Medizin mit Zusatzbezeichnung Endokrinologie, Diabetologie und Labormedizin, ist seit 2021 in Heidelberg tätig und war zuvor am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) und Universitätsklinikum Düsseldorf in leitenden Positionen aktiv. Wissenschaftlich setzt sie Schwerpunkte auf Prävention, Adipositas, personalisierte Medizin und Insulinresistenz.

Ihre Präsidentschaft steht unter dem Motto „Prävention stärken. Versorgung vernetzen. Menschen befähigen.“ Szendrödi betont die konsequentere Umsetzung evidenzbasierter Leitlinien in der Versorgungspraxis, insbesondere durch die Integration in Disease-Management-Programme und die Nutzung digitaler Lösungen wie der elektronischen Diabetesakte. Szendrödi sieht in der Digitalisierung von Gesundheitsdaten – etwa durch die elektronische Diabetesakte – einen entscheidenden Hebel für mehr Transparenz, bessere Koordination und Notfallversorgung bei chronisch kranken Menschen. Ein weiteres Ziel ist die Prävention von Diabetes und Folgeerkrankungen durch verhältnispräventive Maßnahmen und die Schaffung gesundheitsfördernder Rahmenbedingungen in Bildungseinrichtungen, Kliniken und Pflegeheimen. Sie plädiert für verbindliche Standards in der Verpflegung von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie für flächendeckende Malnutritionsscreenings, um die Prävention bereits im Kindesalter zu stärken.

Besonders am Herzen liegen Szendrödi vulnerable Betroffenengruppen, etwa Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes, Menschen mit Adipositas oder familiärer Vorbelastung. Sie fordert gezielte, interdisziplinäre Versorgungsmodelle sowie tragfähige Strukturen für eine sektorübergreifende Versorgung – auch in sozial benachteiligten Regionen. Ihr Ziel ist eine nationale Strategie, die gesundes Aufwachsen und Altern fördert und dabei Ernährung, Bewegung und Supplementierung intelligent kombiniert. Mit diesem Fokus auf Prävention, Vernetzung und Teilhabe will die neue DDG-Präsidentin die Versorgung für Menschen mit Diabetes nachhaltig verbessern und setzt damit ein deutliches Zeichen für die Zukunft der Diabetologie in Deutschland.

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