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BVF fordert für 2026 Verbesserungen für die Frauengesundheit

Silhouetten von Frauen symbolisieren Vielfalt und Bedürfnisse in der Frauengesundheit.

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BVF fordert für 2026 Verbesserungen für die Frauengesundheit

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: gyne

Der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte (BVF) stellt fünf zentrale Forderungen für die Frauengesundheit 2026 auf. Die Forderungen umfassen die Förderung von Weiterbildung und Nachwuchs, die Stärkung der primärärztlichen Versorgung, eine entlastende Digitalisierung, die Erhöhung der HPV-Impfquote sowie die Verbesserung der Menopause-Versorgung. Der Berufsverband fordert verlässliche Rahmenbedingungen und den politischen Willen zur Umsetzung dieser strukturellen Veränderungen in der frauenärztlichen Versorgung.

Gestaltungsauftrag

Der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte (BVF) formuliert zum Jahreswechsel fünf zentrale Forderungen für 2026 und kommuniziert diese mit Nachdruck. Sie zeigen auf, welche strukturellen Veränderungen notwendig sind, um die frauenärztliche Versorgung flächendeckend und qualitätsgesichert abzusichern.

Diese fünf Punkte sind kein Wunschzettel, sondern ein klarer Gestaltungsauftrag. Frauenärztinnen und Frauenärzte leisten tagtäglich einen unverzichtbaren Beitrag zur Gesundheitsversorgung von Frauen, immerhin 50 % der Bevölkerung, von der Prävention über die Vorsorge in allen Lebensphasen bis ins hohe Alter. Jetzt braucht es den politischen Willen, diese konkreten Vorschläge aufzugreifen und gemeinsam umzusetzen.

Markus Haist, 2. Vorsitzender des BVF

Weiterbildung und Nachwuchs fördern

Der Fachkräftemangel in der Gynäkologie und Geburtshilfe ist im Arbeitsalltag bereits deutlich spürbar. Um die frauenärztliche Versorgung langfristig zu sichern, braucht es verlässliche und wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen für Praxen sowie eine strukturierte Weiterbildung für junge Ärztinnen und Ärzte.

Primärärztliche Versorgung stärken

Frauenärztinnen und -ärzte bieten eine niedrigschwellige, wohnortnahe Primärversorgung für Frauengesundheit über alle Lebensphasen hinweg. Diese Rolle muss konsequent gestärkt werden. Hierfür sollten bestehende und bewährte Strukturen ausgebaut werden. Das Anlegen neuer Parallelstrukturen hält der Berufsverband an dieser Stelle für nicht zielführend.

Digitalisierung muss entlasten

Digitalisierung muss Zeit für Patientinnen schaffen, anstatt zusätzliche Kapazitäten zu binden. Dafür braucht es praxistaugliche Lösungen sowie einen deutlichen Abbau von Dokumentations- und Meldepflichten. Ziel ist es, wieder mehr Zeit für das persönliche Gespräch zu gewinnen.

HPV-Impfquote erhöhen

Deutschland muss die HPV-Impfquote deutlich erhöhen. Alle Mädchen und Jungen ab dem neunten Lebensjahr sollten gegen HPV geimpft werden, um eine wirksame Herdenimmunität zu erreichen. Die HPV-Impfung senkt nachweislich das Risiko für Gebärmutterhalskrebs und andere HPV-assoziierte Krebserkrankungen. In diesem Zusammenhang betont der BVF die zum Teil bereits vorbildlichen Impfquoten von Ländern wie Australien und Dänemark.

Menopause-Versorgung verbessern

Die gynäkologische Praxis bietet mit ihren etablierten Versorgungsstrukturen ideale Voraussetzungen, um Frauen in der Menopause kompetent zu beraten und zu behandeln. Notwendig ist, diese bestehenden Strukturen gezielt zu stärken.

Die alleinige Bereitstellung von finanziellen Mitteln oder abstrakten Zielvorgaben wird in diesem Zusammenhang nicht ausreichen, so der Berufsverband.

Quelle: Pressemitteilung des BVF e. V. vom 08.01.2026 : Was die Frauengesundheit jetzt braucht: Fünf Forderungen des Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V. (BVF) für 2026

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