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Europäische Impfwoche in die Praxis bringen

Gebaeude mit grossflächigem KBV Logo als Symbol fuer Organisationen und Strukturen zur Umsetzung der europaeischen Impfwoche

Quelle: © Achim Wagner - stock.adobe.com

Europäische Impfwoche in die Praxis bringen

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Erschienen in: gyne

Die Europäische Impfwoche vom 19. bis 25. April rückt Impfungen in den Fokus. Das Motto lautet: „Impfungen wirken in jeder Generation”. Praxen können die Aufmerksamkeit nutzen, um Impflücken zu schließen. Die KBV stellt zu diesem Zweck kostenfreie Infomaterialien bereit. Besonders die HPV-Impfung steht im Fokus der Aufmerksamkeit, denn die Impfquoten sind noch immer zu niedrig.

Aufmerksamkeit generieren

Die Europäische Impfwoche macht in diesem Jahr vom 19. bis 25. April mit zahlreichen öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen auf den Wert von Schutzimpfungen aufmerksam. Praxen können diese erhöhte Aufmerksamkeit nutzen, um Patientinnen und Patienten auf ausstehende Impfungen hinzuweisen und bestehende Impflücken zu schließen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) unterstützt dies mit diversen Materialien für das Wartezimmer.

Infomaterialien für die Praxis

Der Flyer „Impfschutz aufbauen und auffrischen” sowie ein Plakat mit gleichem Motiv können kostenfrei bestellt werden. Der Flyer bietet eine Übersicht der empfohlenen Impfungen mit der Angabe, wann diese optimalerweise erfolgen sollen, und gibt kurze Erklärungen zu den einzelnen Infektionskrankheiten. Zudem haben Patientinnen und Patienten die Möglichkeit, ihre nächsten Impftermine direkt einzutragen.

Ein Praxisplakat, eine Infokarte sowie ein 1,5-minütiges Video für das Wartezimmer unterstützen bei der Information über die Schutzimpfung gegen Humane Papillomaviren (HPV). Darüber hinaus gibt es Infomaterialien zur Masern- sowie zur Grippeschutzimpfung.

HPV-Impfquoten bleiben zu niedrig

Die HPV-Impfquoten in Deutschland sind nach wie vor zu niedrig. Laut Robert Koch-Institut (RKI) stagnieren bei Mädchen die HPV-Impfquoten und bei Jungen stiegen sie zuletzt nur noch minimal an. Im Jahr 2024 waren lediglich 55 Prozent der Mädchen und nur 36 Prozent der Jungen im Alter von 15 Jahren vollständig geimpft, wie das RKI mitteilt. Dabei schützt die prophylaktische Impfung wirksam vor den gefährlichsten HPV-Typen und kann dadurch das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen senken.

Infos zum Impfen für Patientinnen und Patienten:

Flyer zur Hpv-Impfung Vorsorgeplaner zum Impfschutz

Neue Empfehlungen bei Meningokokken-Impfung

Bei den STIKO-Empfehlungen für 2026 gibt es eine wichtige Neuerung: Sie empfiehlt als Standardimpfung die Impfung mit einer Dosis eines quadrivalenten Konjugatimpfstoffs gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W und Y für alle Kinder und Jugendlichen im Alter von 12 bis 14 Jahren. Versäumte Impfungen sollen bis zum 25. Geburtstag nachgeholt werden. Die bisher übliche Standardimpfung gegen Meningokokken C im Kleinkindalter entfällt vollständig. Die Empfehlung zur Impfung gegen Meningokokken B bleibt unverändert.

Impfungen wirken in jeder Generation

Die Europäische Impfwoche findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt, diesmal unter dem Motto „Impfungen wirken in jeder Generation”. Ziel ist es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO), aufzuzeigen, wie Impfungen seit Generationen Menschen, Familien und Gemeinschaften sicher schützen und auch in Zukunft schützen werden.

Quelle: Meldung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung vom 09.04.2026: Europäische Impfwoche: Jetzt Infomaterialien für das Wartezimmer bestellen

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