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Forschung zu Darmmikrobiom in der Schwangerschaft

Forschung zu Darmmikrobiom in der Schwangerschaft

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: gyne

Die Gates-Stiftung fördert ein Forschungsprojekt an CAU und UKSH mit 170.000 Euro. Forschende untersuchen den Zusammenhang zwischen Darmmikrobiom und Schwangerschaft in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Die einzigartige Kieler Mikrobiom-Biobank ermöglicht die Charakterisierung von Bakterienstämmen, die mit positiven Schwangerschaftsverläufen assoziiert sind. Ziel ist die Entwicklung neuer Therapieansätze für die Gesundheit werdender Mütter.

Förderung

Die Gates-Stiftung fördert das Forschungsprojekt „Charakterisierung von Darmbakterien zur Verbesserung der Gesundheit von Müttern“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) mit rund 170.000 Euro. Professor Mathieu Groussin vom Institut für Klinische Molekularbiologie (IKMB) und Professorin Mathilde Poyet vom Institut für Experimentelle Medizin untersuchen den Einfluss des Darmmikrobioms auf Schwangerschaftsverläufe in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

Darmmikrobiom beeinflusst Schwangerschaftsverlauf

Die Zusammensetzung und Balance des Darmmikrobioms üben einen entscheidenden Einfluss auf die menschliche Gesundheit aus. „Davon betroffen ist entsprechend auch die Gesundheit der werdenden Mutter, insbesondere was ihren Schutz vor enterischen Krankheitserregern betrifft. Dies bedeutet, dass die im Körper ansässigen Mikroorganismen den Verlauf und den Ausgang der Schwangerschaft beeinflussen können“, betont Groussin. Das Projekt zielt darauf ab, bestimmte Bakterienarten für mögliche Therapieansätze nutzbar zu machen, die mit positiven Schwangerschaftsverläufen assoziiert sind.

Mikrobielle Vielfalt in unterrepräsentierten Gemeinschaften

Das menschliche Darmmikrobiom unterscheidet sich zwischen Individuen, im gesunden oder kranken Zustand sowie in Abhängigkeit von geografischer Herkunft und gesellschaftlichem Entwicklungsgrad. „Wir können beobachten, dass die Vielfalt des menschlichen Darmmikrobioms in vielen unterrepräsentierten Gemeinschaften in Abhängigkeit vom Grad der Industrialisierung und des Lebensstils artenreicher und diverser zusammengesetzt ist“, so Poyet.

Frühere Studien haben eine bemerkenswerte Verbindung von Mikrobiomzusammensetzung und der Gesundheit von Müttern und Neugeborenen aufgedeckt. „Es scheint einen ganz konkreten Zusammenhang zwischen dem Vorkommen bestimmter Bakterienarten und einem positiven Schwangerschaftsausgang zu geben“, erklärt Groussin.

Einzigartige Biobank ermöglicht neue Forschungsansätze

Das Projekt kann auf die Mikrobiom-Biobank der Global Microbiome Conservancy (GMbC) in Kiel zurückgreifen. „Wir verfügen über eine einzigartige Sammlung von isolierten Bakterienstämmen und Stuhlproben, die eine groß angelegte Erforschung der gesundheitsfördernden bakteriellen Vielfalt ermöglicht“, fasst Groussin zusammen. Die Forschenden wollen die genomische Diversität jener Bakterienstämme charakterisieren und deren mögliche Funktionen identifizieren, die das Potenzial zur Verbesserung der Gesundheit von werdenden Müttern bergen.

Quelle: Pressemitteilung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel vom 07.07.2026: Groussin und Poyet erhalten Gates-Förderung zur Erforschung der Zusammenhänge von Mikrobiom und Schwangerschaft.

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