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Patient Blood Management: Eisenmangel frühzeitig erkennen

Muede junge Frau sitzt mit geschlossenen Augen und Tasse in der Hand am Kuechentisch als Symbol fuer Eisenmangel, den Patient Blood Management fruehzeitig erkennen soll

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Patient Blood Management: Eisenmangel frühzeitig erkennen

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mgb medizin Redaktion

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2 MIN

Erschienen in: gyne

Patient Blood Management (PBM) zielt darauf ab, die Patientensicherheit durch frühzeitige Erkennung und Behandlung von Eisenmangel zu erhöhen. Gynäkologinnen und Gynäkologen spielen dabei eine Schlüsselrolle, da Frauen häufiger von Eisendefiziten betroffen sind. Studien zeigen: Eine präoperative Anämie erhöht das Transfusionsrisiko bei intraoperativen Blutverlusten.

Vorausschauend agieren durch Patient Blood Management

Das Konzept des Patient Blood Managements (PBM) hat sich in den vergangenen Jahren als wichtiger Bestandteil der perioperativen Versorgung etabliert. Es zielt darauf ab, die Patientensicherheit durch Stärkung der körpereigenen Blutreserven zu steigern. Eine zentrale Säule des PBM ist die frühzeitige Identifikation und Behandlung präoperativer Eisendefizite. Gynäkologinnen und Gynäkologen kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, denn Frauen sind überdurchschnittlich häufig von Eisenmangel und Eisenmangelanämie betroffen.

Präoperative Anämie erhöht Transfusionsrisiko

Studien zeigen, dass Patientinnen und Patienten mit einer präoperativen Anämie häufiger transfundiert werden müssen und ein erhöhtes Risiko für unerwünschte postoperative Verläufe aufweisen. Aktuelle Leitlinien und PBM-Konzepte empfehlen daher, Anämien und Eisendefizite möglichst früh zu diagnostizieren und – sofern medizinisch möglich – bereits vor einem geplanten Eingriff zu behandeln.

Häufig bestehen bereits zuvor entleerte Eisenspeicher, vor allem bei Patientinnen mit starken oder verlängerten Menstruationsblutungen. Für Frauen hat die Thematik eine besondere Relevanz: Aufgrund ihres geringeren Blutvolumens und niedrigerer physiologischer Hämoglobinwerte können intraoperative Blutverluste stärkere Auswirkungen haben als bei Männern.

Patient Blood Management beginnt in der Praxis

„Patient Blood Management beginnt nicht im Operationssaal, sondern idealerweise bereits in der ambulanten Versorgung“, erklärt Oberarzt Prof. Dr. Peter Kranke, Facharzt für Anästhesiologie und Leiter des Bereichs geburtshilfliche und gynäkologische Anästhesie an der Uniklinik Würzburg. „Gerade in der Gynäkologie haben wir die Chance, einen niedrigen Eisenstatus rechtzeitig zu erkennen und gegenzusteuern, bevor sich daraus eine Anämie entwickelt.“

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