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Schwangerschaft bei Autoimmunerkrankungen nach CAR-T-Zelltherapie

3D Darstellung einer Immunzelle mit CAR T Rezeptoren als Symbol fuer Schwangerschaft bei Autoimmunerkrankungen nach CAR T Zelltherapie

Quelle: © Chanita - stock.adobe.com

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Erschienen in: gyne

Eine internationale Studie zeigt erstmals: Frauen mit Autoimmunerkrankungen wie Lupus können nach einer CAR-T-Zelltherapie eine normale Schwangerschaft erleben. Die Therapie eliminiert krankheitsverursachende B-Zellen und bringt die Erkrankung zum Stillstand. Alle 14 dokumentierten Schwangerschaften verliefen komplikationslos, alle Säuglinge kamen gesund zur Welt. Die Frauen benötigten keine immunsuppressiven Medikamente mehr. Die Ergebnisse wurden im New England Journal of Medicine veröffentlicht.

Autoimmunerkrankungen und Kinderwunsch

Autoimmunerkrankungen wie der systemische Lupus erythematodes betreffen vor allem junge Frauen. Die Erkrankung selbst sowie notwendige immunsuppressive Therapien erschweren eine Schwangerschaft oder machen sie zeitweise unmöglich. Eine internationale Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Georg Schett, Direktor der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie des Universitätsklinikums Erlangen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, zeigt erstmalig: Frauen mit Autoimmunerkrankungen können nach einer erfolgreichen CAR-T-Zelltherapie eine normale Schwangerschaft erleben und gesunde Kinder zur Welt bringen. Die Ergebnisse wurden im New England Journal of Medicine veröffentlicht.

Schwangerschaft bei Autoimmunerkrankungen birgt Risiken

Schwangerschaften sind bei Frauen mit Autoimmunerkrankungen aus verschiedenen Gründen risikoreicher. Die Krankheitsaktivität kann das Wohlbefinden und die Organfunktionen in Nieren, Herz und Lungen beeinträchtigen. Das beeinflusst sowohl die Mutter als auch das Kind negativ. Zudem sind viele immunsuppressive Medikamente während der Schwangerschaft nicht sicher und müssen abgesetzt werden. Autoimmunerkrankungen wie Lupus verschlechtern sich häufig in der Schwangerschaft und stellen ein hohes Risiko für das Leben von Mutter und Kind dar.

CAR-T-Zelltherapie bringt Autoimmunerkrankung zum Stillstand

Durch die CD19-CAR-T-Zelltherapie werden gezielt die krankheitsverursachenden B-Zellen eliminiert. Bei vielen Patientinnen und Patienten wird eine langanhaltende krankheitsfreie Remission erreicht. Nach der Behandlung benötigen die Betroffenen keine immunsuppressiven Medikamente mehr und gewinnen ihre Lebensqualität zurück.

Studie dokumentiert 14 Schwangerschaften nach CAR-T-Zelltherapie

In der Arbeit unter Leitung von Prof. Dr. Georg Schett waren Forschungsgruppen aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Belgien und den USA beteiligt. Die Forschenden analysierten erstmals systematisch Schwangerschaften nach einer CAR-T-Zelltherapie bei Patientinnen mit schweren Autoimmunerkrankungen. Insgesamt wurden 14 Schwangerschaften und acht Geburten bei jungen Frauen mit Autoimmunerkrankungen dokumentiert. Alle Schwangerschaften verliefen komplikationslos. Alle Säuglinge kamen gesund zur Welt und entwickelten ein altersentsprechendes Immunsystem.

Erkrankung tritt vorerst nicht wieder auf

Bei den Schwangerschaften kam es zu keinem Wiederauftreten der Autoimmunerkrankung, obwohl keinerlei immunsuppressive Medikamente mehr eingenommen wurden. „Dieser große Freiheitsgrad unterstützt junge Frauen in ihrer Entscheidung für Kinderwunsch und Familiengründung“, so die Forschenden. Durch eine erfolgreiche CAR-T-Zelltherapie rücken nachhaltige Gesundheit und ein selbstbestimmtes Leben für Frauen mit Autoimmunerkrankungen in den Vordergrund.

Quelle: Pressemitteilung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg vom 30. Juli 2026

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